Zum Überflieger reicht’s noch nicht, aber besser als der Markt ist das Haibacher Unternehmen im dritten Quartal allemal. Während andere Modeunternehmen flächenbereinigt schrumpften, fuhr das Unternehmen ein Plus von knapp 5 Prozent ein. Zudem scheint die Zeit der roten Zahlen bald ein Ende zu haben.

Mehr Steilmann-Kollektionen und weniger Rabatte: Für die Adler Modemärkte scheint sich diese Kombination zu rentieren

Die Adler Modemärkte AG hat im dritten Quartal 2013 (Juli bis September) ein Umsatzplus von 111 auf 119 Mio. Euro steigern können. Auf vergleichbarer Fläche war für den Vertikalen ein Plus von 4,6% drin. Insgesamt konnte Adler in den ersten neun Monaten seinen Umsatz um 6,78 % auf 367 Mio. Euro verbessern. Während andere Modeunternehmen in diesem Zeitraum rückläufige Umsätze einfuhren, gab es für Adler einen like-for-like-Zuwachs von 4%. Dabei profitierte das Unternehmen von einer zielgruppenspezifizierte Werbekampagne, „maßvoller Vorratshaltung und dem Verzicht auf exzessive Rabatte“ für Sommerware. Gleichzeitig wurde in den Filialen – nach der Übernahme durch die Bergkamener Modegruppe - der vergrößerte Anteil von Steilmann-Marken (u.a. Kapalua, Apanage, Roadsign Australia) sichtbar, der bei der Zielgruppe 45+ gut angenommen wurde.

Trotz des höheren Umsatzes blieb der Materialaufwand in den ersten neun Monaten mit 170 Mio. Euro rund 2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Dadurch und durch eine erhöhte Direktbeschaffung verbesserte sich die Rohertragsmarge um 3,7% auf 53,7%. Das EBITDA verbesserte sich deutlich von 1,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,9 Mio. Euro. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) war mit 0,5 Mio. Euro sogar wieder positiv (Vorjahr: -9,9 Mio. Euro). Das Nettoergebnis ist mit -2,4 Mio. Euro zwar nach wie vor negativ, aber liegt deutlich über dem Vorjahr, wo ein Verlust von 11 Mio. Euro ausgewiesen wurde. Finanzvorstand Karsten Odemann rechnet für das Gesamtjahr mit „einer positiven zweistelligen Zahl“, also einem Jahresüberschuss.

Adler ist im deutschsprachigen Raum mit 168 Modemärkten, davon 140 in Deutschland, präsent.