Adler Modemärkte: Besserung in Sicht
Der Haibacher Modefilialist hat das erste Quartal mit einem Umsatzminus von zwei Prozent abgeschlossen, womit das Management aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse auch gerechnet hatte. Im April dagegen konnte ein Plus von 30 Prozent erzielt werden.
Mit der neuen Kampagne will Adler bekannter werden, um damit Kundenfrequenz und Umsätze zu steigern
Die Adler Modemärkte AG behauptet sich mitten in der Übernahme durch die Steilmann-Gruppe recht gut. Das erste Quartal schloss der Modehändler erwartungsgemäß schwach ab. Die Umsätze sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2% auf 104,4 Mio. Euro, was auf den überlangen Winter zurückzuführen ist, der verhinderte, das die neue Frühjahrskollektionen für Umsatzimpulse sorgten. So blieb Adler nur der Abverkauf der Wintersaisonware. Im flächenbereinigten Vergleich musste Adler sogar ein Minus von 5,3% hinnehmen. Im ersten Quartal wurde das Retailnetzwerk um einen Standort in Hilden bei Düsseldorf erweitert, während in Linz ein Standort geschlossen wurde. Das Unternehmen ist in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz mit insgesamt 170 Standorten präsent.
Auch unterm Strich verlief das erste Quartal enttäuschend. Zwar konnte die Rohertragsmarge um 2,9 Prozentpunkte auf 49,5% gesteigert werden, jedoch stiegen die betrieblichen Aufwendungen aufgrund von gesteigerten Marketingausgaben und höheren Personalkosten. Das EBITDA lag mit -9,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (-7,6 Mio. Euro). Der Konzernfehlbetrag sackte von 9,6 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro ab.
Dennoch gibt es positive Impulse, die das Adler-Management zufrieden stellen. Das April-Geschäft verlief deutlich umsatzstärker als die Vormonate. Insgesamt konnte ein Absatzzuwachs von 30% erreicht werden, so dass der kumulierte Umsatz für die ersten vier Monate wieder im Plus liegt.
Die verspätete Frühlings-Entwicklung zeigt, dass die Adler Modemärkte AG offenbar noch unter ihren Möglichkeiten agiert. Ähnlich sahen das auch die Anleger. Am vergangenen Freitag endete die Annahmefrist für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot. Lediglich 3,87% der Adler-Aktien wechselten im Zuge dessen zur S&E Kapital GmbH, hinter der die Steilmann-Tochter Steilmann-Boecker und der PE-Investor Equinox stehen. Insgesamt hält das Konsortium damit nun 58,63 Prozent an Adler. Offenbar war das Angebot von 6,29 Euro pro Aktie nach der Mitteilung des Managements den Anlegern zu wenig. „Das Ergebnis des Angebots zeigt, dass augenscheinlich viele Adler-Aktionäre, so wie wir, vom wirtschaftlichen Potenzial des Unternehmens überzeugt sind. Die breite Aktionärsbasis der Adler Modemärkte AG bleibt damit erhalten, worüber wir uns sehr freuen“, sagt Dr. Michele Puller, Vorstandsvorsitzender der Steilmann Holding AG.







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