Otto: Südamerika im Visier und Quelle.de in Arbeit
Die Marke Quelle wird definitiv als Onlineshop zurückkehren – allerdings etwas später als erwartet. Gleichzeitig kündigte Otto-Vorstandschef Schrader an, in Brasilien mit mehreren Onlineshops an den Start gehen zu wollen.
Otto bringt Quelle zurück... mit etwas Verspätung
Der hanseatische Versandhandelsriese geht es im neuen Geschäftsjahr ruhig an, aber nicht zu ruhig… Die Otto Group hat auch im aktuellen Geschäftsjahr einige Punkte auf der Agenda, um das Geschäftsmodell Versand- und Onlinehandel weiter auszuweiten. Von sehr großen Akquisitionen im dreistelligen Millionenbereich sieht man allerdings ab, stellte Vorstandschef Hans-Otto Schrader in einem Gespräch mit der WirtschaftsWoche klar. Im Vordergrund steht das organische Wachstum.
Novo Mercado Brasil
Dabei hat sich Otto insbesondere auf zwei neue Felder eingeschossen: Zum einen plant Otto den Markteintritt nach Brasilien. „Derzeit verhandeln unsere Juristen die Verträge mit einem Partnerunternehmen, das wir mehrheitlich übernehmen wollen”, verriet der Otto-Chef dem Magazin. Ziel sei es, von Beginn an, mit mehreren Marken am Markt vertreten zu sein und „sehr schnell eine führende Position im Onlinegeschäft“ einzunehmen. Brasilien wäre nach Russland der zweite große Schwellenmarkt, in dem sich Otto mit seinen Versandhandelsaktivitäten positioniert.
Rückkehr der Quelle
Das zweite große Thema in diesem Jahr ist die Rückkehr des ehemaligen Konkurrentenmarke Quelle. Nachdem das Versandhandelshaus vor anderthalb Jahren in der Insolvenz untergegangen war, hat sich Otto die Rechte gesichert und plant Quelle als Onlineplattform für die Bereiche Haushalt und Technik mit hunderttausend Elektronik- und Einrichtungsartikeln wiederzubeleben. Der Launch der geplanten Onlineplattform für Anfang April 2011 verschiebt sich in den Sommer. Aufgrund des ausgeweiteten Sortiments „dauert der Ausbau etwas länger als geplant“, begründet Schrader die Terminverschiebung.





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