Freude über die Mobilmachung: Der Hamburger Versandhändler profitiert von einer steigenden Zahl von Smartphones und Tablet-PCs. Die Zahl der Visits hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht, die Brutto Umsätze haben sich sogar fast vervierfacht. Allerdings läuft der Vergleich auf niedrigem Niveau: die Zahlen beziehen sich nur auf die mobile Entwicklung.

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Die Otto Group kann sich zu den Siegern der mobilen Entwicklung zählen, denn der Hamburger Versandhandelskonzern profitiert auch in Deutschland von dem veränderten Einkaufsverhalten. Die Zahl der Visits mit mobilen Geräten auf den unterschiedlichen Onlineshops der Otto-Group (also bspw. Otto.de, bonprix, Sheego, Schwab) hat sich in der Frühjahr/Sommer-Saison 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht. Der über Samrtphones und Tablets georderte Warenwert hat sich fast vervierfacht.

Eine nicht zu unterschätzende Entwicklung

Besonders stark sind die Visits per Tablet-PC gestiegen, sie hat sich innerhalb eines Jahres verfünffacht. Deshalb sieht Otto-Vorstand Rainer Hillebrand in den flachen Mattscheiben auch die Zukunft. Tablets sind die Kataloge der Zukunft, während Smartphones vor allem zur Informationsgewinnung genutzt werden, werden Tablets „eher in einer entspannteren ‚lean back’ Situation genutzt“. „In Kombination mit einer inspirierenden  Darstellung der Waren erzeugen die  Tablet-PCs eine emotionalisierende Einkaufsatmosphäre und laden zum Kaufen ein“, so Hillebrand. Mehr als 80% der Otto-Onlineshops haben bereits einen mobilen Shop für Smartphones, bis Ende des Jahres plant die Häfte der Unternehmen auch Tablet-opitimierte Seiten.

Zum echten Umsatztreiber taugt die Mobilmachung allerdings noch nicht: Die mobilen Bruttoumsätze betrugen in der Frühjahr/Sommersaison gerade einmal 3% des gesamten Online-Umsatzes. Wirft man allerdings einen Blick auf die US-Tochter Grate and Barrel ist die Entwicklung absehbar: Dort navigiert fast jeder vierte Kunde mit einem mobilen Gerät im Onlineshop, in Deutschland ist es erst jeder fünfzehnte. Hillebrand ist aber überzeugt, bald auch hierzulande eine „ähnliche Größenordnung“ zu erreichen.

Fotos: Otto Group