More or Less? Das ist hier die Frage. Trotz eines Umsatzrückgangs und einem negativen EBITDA im ersten Halbjahr erwartet das Starnberger Unternehmen für das Gesamtjahr einen leichten Umsatzzuwachs und einen Jahresüberschuss.

More & More: “eine sehr verlässliche Marke auf der Fläche”

Die More & More AG hatte wie so viele andere Modeanbieter auch in der ersten Jahreshälfte mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2013 von 21,5 Mio. auf 20,5 Mio. Euro, was einem Rückgang von 4,2% entspricht. „Angesichts der Branchenentwicklung können wir mit unserer Umsatzentwicklung zufrieden sein. Unser Anspruch ist aber ein anderer, welcher sich bereits in den jüngsten beiden Vororderrunden mit zweistelligen Zuwachsraten von rund 20% materialisiert hat“, kommentierte Gründer und Vorstand Karl-Heinz Mohr. Auch unterm Strich konnte More & More nicht glänzen: Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um ein Zehnfaches auf -0,246 Mio. Euro (Vorjahr: -23 TEUR). Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verzeichnete der DOB-Anbieter ebenfalls einen Rückgang von -0,5 Mio. auf -0,78 Mio. Euro. Der Periodenverlust wurde von -0,5 Mio. auf -1,3 Mio. Euro mehr als verdoppelt, was hauptsächlich auf den außerordentlichen Kosten für die Anleihe-Emission in Höhe von 0,54 Mio. Euro zurückgeführt werden kann.

Mohr ist überzeugt, dass man – basierend auf der aktuellen Auftragslage und trotz der außerordentlichen Belastungen im Zuge der Anleihe-Emission – bis zum Ende des Jahres das Ruder noch rumreißen kann. Ziel ist es, zum Jahresende ein positives Nettoergebnis auszuweisen. Die Kollektionen stoßen auf guten Zuspruch, die Zahl der Partner und Flächen steigt, so dass Mohr auch für das kommende Jahr 2014 optimistisch ist:  „Wichtig ist für uns insbesondere, dass wir im Großhandel in den ersten sechs Monaten das Niveau des Vorjahres wieder erreicht haben. Das belegt, dass unsere Partner im Bekleidungshandel in More & More eine sehr verlässliche Marke auf ihren Flächen haben“, so Mohr. Auch beim Kostenmanagement gibt es Erfolge zu verzeichnen: Die Mittel aus der Anleihe wurden bereits, außer zur Ablösung der Bankverbindlichkeiten, bereits genutzt, um die Einkaufskonditionen zu verbessern.