Lange Gesichter bei Anleihe-Gläubigern: Das Münchener Modehaus hat am Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt. In Eigenverwaltung soll die Marke wieder aufgepäppelt werden. Der Geschäftsbetrieb soll weiterlaufen.

Kein leichtes Erbe: Rena Lange soll in Eigenverwaltung saniert werden

Die Rena Lange Holding GmbH hat am Abend des 9. September einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Amtsgericht München eingereicht. Unter dem Dach der Holding ist seit Ende 2013 auch das Label St. Emile aufgehängt. Für das Tochterunternehmen M. Lange & Co. GmbH ist ebenfalls ein Insolvenzantrag eingereicht worden, allerdings im Regelverfahren. Die Geschäftsführer und die Gesellschafterseite gehen davon aus, dass sehr kurzfristig ein vorläufiger Insolvenzverwalter bzw. Sachwalter bestellt wird, der die Fortführung des operativen Geschäftsbetriebes sowie der Holdingstruktur sicherstellt.

Rena Lange gehört seit Dezember 2012 zur Salzburger Investmentgesellschaft Rudigier und Partner. Im Geschäftsjahr 2012/13 setzte die Rena Lange Holding rund 25 Mio. Euro um. Im ersten Halbjahr 2013/14 beliefen sich die Umsätze auf 9,9 Mio. Euro, wobei der Periodenverlust bei 1,4 Mio. Euro gelegen hatte. Konsolidiert mit St. Emile hatte man für das Gesamtjahr einen Umsatz von mehr als 30 Mio. Euro erwartet.