Die Göppinger Modekette hat diese Woche Insolvenz beantragt. Vorerst soll das Geschäft weiterlaufen und die knapp 230 Filialen geöffnet bleiben, denn die Chancen auf einen Neuanfang stehen gut.

Die mit dem roten W: Das Modehaus Wissmach ist deutschlandweit bekannt

Die Wissmach Modefilialen GmbH hat Mitte dieser Woche beim Amtsgericht Göppingen einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Michael Pluta bestellt, der auch schon das Insolvenzverfahren und die Sanierung des Modell-Eisenbahnherstellers Märklin betreut hat.

Der Insolvenzspezialist hat sofort begonnen, sich ein umfassendes Bild über die aktuelle Lage des Unternehmens zu machen – und ist recht zuversichtlich: „Wir werden Wissmach fortführen. Das Unternehmen hat frühzeitig Insolvenzantrag gestellt – eine gute Chance für eine erfolgreiche Sanierung“, erklärt Pluta.

Die 229 Filialen, die deutschlandweit präsent sind, sollen weiter geöffnet bleiben, und die Kunden können weiterhin einkaufen, was insbesondere jetzt, mit dem Start ins bevorstehende Weihnachtsgeschäft, besonders wichtig ist. Die Ansprüche der mehr als 1.000 Mitarbeiter sind für die nächsten drei Monate über das sog. Insolvenzgeld gesichert.

Wissmach wurde 1991 von Dieter Wißmach und Sonja Reischmann in Schwäbisch-Gmünd gegründet und hat sich aufgrund der sehr starken Filialexpansion innerhalb weniger Jahre als einer der führenden deutschen Womenswear-Anbieter positionieren können. Wissmach bietet Kollektionen für die moderne Frau in den Größen 36 bis 46 an. Außen in den eigenen Läden werden die Kollektionen etwa auch über den Otto-Versand verkauft. Der zuletzt bekannte Umsatz des Unternehmens lag 2009 bei rund 50 Mio. Euro.

Foto: Wissmach