Karstadt offenbart Marketing-Strategie
Die Erfolgsformel bei Karstadt lautet 3x4: Drei verschiedene Vertriebssäulen und die vier Fokusthemen Fashion, Living, Personality und Sport. Über allem – und das ist neu – stehen die Bedürfnisse der Kunden - und einige Anglizismen.
Die Karstadt Warenhaus GmbH lässt sich nun auch bei der aktuellen Marketingstrategie in die Karten blicken. Marketing Director Deike Nordhoff erklärt, wie sich das Marketingkonzept an der Marschroute des von CEO Jennings entworfenem Schlachtplan „Karstadt 2015“ ausrichtet. Nordhoff verantwortet die Marketingstrategie der Waren- und Sporthäuser. Die drei Premiumhäuser KaDeWe, Oberpollinger und Alsterhaus entwickeln ihre Konzepte unabhängig von der Essener Zentrale.
Der Kunde und seine Bedürfnisse
Nordhoff setzt, um die Jennings Vorgabe „modern and full of life“ umzusetzen, darauf, seinen wichtigsten Gegenspieler, den Kunden, zu verstehen. Dafür wurde das Customer-Insight-Team verstärkt, etwa mit einem neuen Creative Director oder einer neuen Leiterin Visual Merchandising. „Alle Entscheidungen – ob sie das Marketing, unser Filialdesign oder die Sortimentspolitik betreffen – werden künftig auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sein“, erklärt Nordhoff in der Pressemeldung. „In Zukunft verwenden wir eine für Karstadt maßgeschneiderte Segmentierung, die state of the art ist. Wir wandeln die in der Marktforschung und aus unserem Kundenkartenprogramm gewonnenen Erkenntnisse viel konsequenter in Maßnahmen um als früher.“
Trends und Fashion
Dabei konzentriert sich Karstadt auf die vier Bereiche Fashion, Living, Personality und Sport. Insbesondere das Fashion-Sortiment soll trendiger werden, um junge und jung gebliebene Kunden anzusprechen. Leuchtturm- und Pilotprojekt ist dabei das in Göttingen eröffnete Konzept „K Town“, das auf junge trendige Marken setzt. Nach Abschluss der bisher erfolgreichen Testphase soll das Konzept multipliziert werden.
Ganzheitliche Kundenpflege
Neu ist auch das Kundenkartenprogramm, in das das frühere Goldkartenprogramm migriert wurde und mit „wirklichen Mehrwerten“ aufgeladen wurde. So erhalten Kunden für ihren Bonus etwa Gutscheine für spezielle Services. Die Ausgabe der Kundenkarten läuft gut und mit der Migration liege man aktuell „voll im Plan“. Parallel zum Aufbau des Kundenkartenprogramms wird das kundenspezifische Marketing weiterentwickelt, wobei der Auftritt am Point of Sale, im Internet und in den Social Networks im Vordergrund steht. „Was wir in der Werbung kommunizieren, werden wir künftig auch konsequent in den Filialen umsetzen“, erklärt Nordhoff den Ansatz. Insbesondere in den Kerngeschäftsfeldern Fashion, Home, Personality und Sports soll Karstadt Category-Leader werden. Besonderes Potential sieht er in dem Bereich „Saisonale Themen“ wie Weihnachten, Ostern oder Muttertag. „Da reden wir schnell einmal über ein Kompetenz-Booklet zu Weihnachten von über 60 Seiten“, so Nordhoff. Auch Events wie etwa die „Karstadt Ladies Night“ spielen eine wichtige Rolle in der neuen customer focused strategy von Karstadt.








Was?
„Über allem – und das ist neu – stehen die Bedürfnisse der Kunden“ Solange die Kunden kein Bedürfniss für Bereiche wie Bücher, Multimedia sowie Gardinen haben, mag diese Aussage stimmen! Diese Bereiche, werden nämlich verschwinden!
Ja ja: „Über allem – und das ist neu – stehen die Bedürfnisse der Kunden“
Und wieso heißt es immer noch Karstadt und nicht GriefCity?
Fragt sich außer mir gerade noch jemand, wie viel sich Karstadt diesen „Artikel“ hat kosten lassen?
Zur Info: Karstadt hat lediglich die PM dazu herausgegeben, die im Übrigen deutlich weniger ironisch daherkommt als der Artikel. Was ist überhaupt daran verkehrt, wenn sich ein Traditionsunternehmen erneuert und es besser als in der Vergangenheit machen will? Und außerdem: jedem
Kunden kann man es sowieso nicht recht machen – Nörgler gibt es überall…
Karstadt veralbert die Kunden mit diesen saublöden Anglizismen. Oder bekommt jeder Kunde beim Einkauf ein Wörterbuch überreicht?
Heiner