Durchwachsen, so lässt sich das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage des Verbandes Gesamtmasche zusammenfassen. Nach der Umsatzdelle im ersten Halbjahr hofft die Branche auf eine Stabilisierung ihrer Umsätze. China und Russland sollen den Export ankurbeln.

Wieder im Aufwind: Der Gesamtmasche-Geschäftsklima-Index zeigt wieder verhalten nach oben

Der Gesamtmasche-Geschäftsklima-Index zum Sommer von knapp 2 Punkten auf 5,05 Punkte angestiegen. Der Teilindex für Wäsche verbesserte sich um 1,44 Punkte auf 11,83 Punkte. Die Unternehmen der Maschenindustrie hoffen nach der verhaltenen Umsatzentwicklung in den ersten Monaten des Jahres auf eine Stabilisierung der Umsätze. Die aktuelle Auftragssituation bestätigt diese Annahme. Das Inlandsgeschäft wird als zufriedenstellend beurteilt und in naher Zukunft rechnen die Maschenhersteller mit weiteren Impulsen aus dem Ausland. Für das kommende Quartal erwarten über 85% der Maschenfirmen zufriedenstellende Exportumsätze. Treiber sind dabei nicht die angestammten kriselnden Märkte Westeuropas sondern die Ausfuhren nach China und Russland, die sich von Januar bis Mai 2012 im Vorjahresvergleich um 15% bzw. 10% gesteigert haben.

Das Mieder drückt derweil anderswo: Trotz einer Umsatzstabilisierung rechnet jedes zehnte Unternehmen mit sinkender Kapazitätsauslastung. Darüber hinaus drücken steigende Kosten auf die Margen. Die Garnpreise verharren auf einem nachhaltig hohen Niveau, während die Produktionskosten trotz Effizienzbemühungen weiter steigen. Dazu drehen Händler an den Einkaufspreisen oder drohen komplett wegzufallen.