Die Maschenindustrie war schon mal optimistischer
Das Herbstklima in der Maschenindustrie kann man durchaus als durchwachsen bezeichnen. Die Stimmung sinkt wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Verunsicherung. Optimistischer blickt die Branche aber auf die letzten Wochen des Jahres.
Geschäftsklima-Index auf Sinkflug: Die Verunsicherung der Verbraucher wirkt sich auch auf die Maschenindustrie aus
Das Stimmungsbarometer in der deutschen Maschenindustrie ist auf Sinkflug. Nach der Umfrage des Gesamtverbandes der deutschen Maschenindustrie e. V. (Gesamtmasche) im Oktober ist der Geschäftsklima-Index seit dem Sommer weiter deutlich gefallen, von 4,95 auf 3,91 Punkte. Im Teil-Index für Wäsche halbierte sich der Wert sogar vom über 13 auf 5,71 Punkte. Als Grund hierfür wird angeführt, dass die Zahl der Auftragseingänge zurückgeht. Die befragten Unternehmen rechnen aber für das letzte Quartal mit einer Verbesserung der Lage im Vergleich zum Herbst.
Steigende Erträge, sinkende Auslastung und geringere Umsätze
Rund ein Fünftel der Unternehmen rechnet überdies mit steigenden Erträgen, was nicht zuletzt auf sinkende und stabilisierende Beschaffungspreise zurückgeführt werden kann. Hinsichtlich der Kapazitätsauslastung zeigen sich die Unternehmen allerdings pessimistisch: Zwar ist die aktuelle Lage für die Mehrheit (90%) gut oder befriedigend, aber in der Zukunft rechnen viele Betriebe mit einer sinkender Auslastung. Ähnlich sehen die Befragten die Umsatzentwicklung: Während aktuell noch 80% mit den Umsätzen zufrieden sind, befürchtet rund ein Drittel einen baldigen Umsatzrückgang. Die Wäschehersteller begründen dies mit einer spürbaren Abschwächung des Inlandsgeschäfts. Neben der Unsicherheit im Inland ist die deutsche Maschenindustrie allerdings auch mit der Entwicklung in den Euro-Staaten konfrontiert, denn ein Großteil der Ausfuhren geht in den Euro-Raum. Und dort kämpfen aktuell nicht wenige Länder mit konjunkturellen Schwierigkeiten.
Graphik: Gesamtmasche

Kommentare
Keine Kommentare bisher.