Deutsche Maschenindustrie hofft auf Frühlingserwachen
Nach dem flauen Ende von 2011 blickt die deutsche Maschenindustrie wieder vorsichtig optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Insbesondere zum Frühling setzen die Hersteller auf ein lebhafteres Geschäft und wachsende Erträge.
Der Gesamtmasche Klimaindex im Januar: Die Werte sinken wie die Temperaturen
Das Ergebnis der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage des Verbandes Gesamtmasche Anfang 2012 zeigt, dass die Erwartungen an das neue Geschäftsjahr die aktuelle Lagebeurteilung schlagen. Der Index senkte sich weiter von 3,91 Punkten im Herbst auf 1,09 Punkte im Januar. Der Teil-Index für Wäsche verminderte sich von 5,71 auf 3,5 Punkte. Die Auftragsdelle im Sommer hatte sich zum Jahresende in Umsatzeinbußen und einer verminderten Kapazitätsauslastung ausgewirkt.
Die Hersteller hoffen trotzdem auf das Beste, hauptsächlich auf die weiterhin robuste Nachfrage im Inland und anziehende Orders aus Ländern außerhalb des Euroraums. Ein Drittel der befragten Unternehmen erwartet für das erste Quartal steigende Auftragseingänge, im Oktober 2011 waren es nur rund 10% gewesen. Ein Drittel der Befragten rechnet mit höheren Umsätzen im Inland und immerhin 28% glauben an deren Zunahme im Ausland. Entsprechend rechnet ein Viertel der Maschen- und Miederunternehmen mit einer verbesserten Kapazitätsauslastung. Nachdem sich die Ertragslage in den letzten drei Monaten aufgrund der spürbaren Erholung an den Beschaffungsmärkten erholte, geht nun immerhin über ein Zehntel der Unternehmen von weiter steigenden Erträgen aus. Die positiven Ergebnisse der Leitmessen zum Jahresanfang stärken diese Erwartungshaltung.
Steigender Export
Der vorsichtige Optimismus der Maschenindustrie deckt sich mit den Ergebnissen der aktuellen GfK-Konsumklimastudie, die bestätigt, dass die Konsumenten seit Jahresanfang wieder in Kauflaune sind. Auch die Auslandsnachfrage bleibt stabil: Von Januar bis Dezember 2011 exportierte die Branche Waren im Wert von 7,4 Mrd. Euro, was einem Exportplus von 8% bei Maschenbekleidung entspricht. Bei Miederwaren und Maschenstoffen belief sich das Plus sogar auf 11%.

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