Keine Baumwolle aus Usbekistan
In dem Staat in Zentralasien setzen sich Menschenrechtler für eine Verlängerung des Boykotts usbekischer Baumwolle und Textilien ein. Sie wollen die Regierung dadurch bewegen, endlich die staatlich sanktionierte Kinder- und Zwangsarbeit abzuschaffen.
Mit einem Boykott usbekischer Baumwolle und Textilien will die Menschenrechtsorganisation Zentralasien AHRCA die usbekische Regierung dazu bewegen, die Kinder- und Zwangsarbeit einzustellen. Laut AHRCA haben sich bereits 80 internationale Modemarken und Einzelhändler dem Boykott angeschlossen, darunter auch C&A und Adidas. Die usbekische Regierung zeigt sich bislang jedoch unbeeindruckt.
„Es ist wichtig zu wissen, dass Usbekistan das einzige Land der Welt ist, in dem die Regierung die Schulen schließt, um die Schüler zur Baumwollernte zu schicken. Diese Kinder arbeiten nicht für sich , sondern allein für den Staat. Das ist Zwangsarbeit für Kinder. Unseren Beobachtungen zufolge müsssen sogar neun- und zehnjährige Kinder auf den Feldern Baumwolle pflücken“, sagt Aktivistin Umida Niyazova.
Jedes Jahr werden in Usbekistan rund 250.000 Tonnen Baumwollfasern an Firmen vor Ort verkauft, die von ausländischem Kapital finanziert werden. So landen die produzierten Garne und Stoffe beim Export auch im internationalen Bekleidungshandel und somit auch in Europa und den USA. Aus dem Grund fordert AHRCA zudem, den Boykott usbekischer Baumwolle und Textilien auch auf die Firmen auszuweiten, die sie weiterverarbeiten, sowie auf die ausländischen Investoren und Partner usbekischer Textilunternehmen.
Foto: via Flickr








Kommentare
Keine Kommentare bisher.