Kaufvertrag für Karstadt vertagt – noch ein vierter Interessent
Weil die Angebote erst sehr kurzfristig vorlegten, beschließt der Gläubigerausschuss der Karstadt Warenhaus GmbH den Termin für die Unterzeichnung des Kaufvertrages auf den 9. Juni zu verlegen. Nach Informationen des Spiegels soll sich seit Freitag ein weiterer Interessent aus Russland gemeldet haben.
Letztmalig verlängerte Verkaufsfrist gesetzt: Countdown läuft bis zum 9. Juni 2010
Die drei Bieter – Trion, Berggruen und Highstreet – hätten ihre detaillierten Angebote erst kurzfristig vor der Sitzung des Gläubigerausschusses am Freitag vorgelegt. Eine sorgfältige Abwägung und Prüfung der Fortführungskonzepte war so nicht möglich gewesen.
Auf der Sitzung des Gläubigerausschusses wurde weiter geklärt, welche Kommunen bereit wären, auf die hypothetisch entstehende Gewerbesteuer aus fiktiven Sanierungsgewinnen zu verzichten. Von den 94 Kommunen in denen Karstadt vertreten ist, stehen dem Erlass der Gewerbesteuerpflicht nur vier Kommunen ablehnend gegenüber. Bei den übrigen, die sich noch nicht entschieden haben, drängt der Insolvenzverwalter im Interesse der Fortführung der Warenhauskette noch in dieser Woche auf eine Entscheidung.
Am Freitag soll sich auch ein vierter Kaufinteressent für die insolvente Warenhauskette Karstadt gemeldet haben – das berichtet der „Spiegel“. Es soll sich dabei um ein russisches Konsortium unter Führung des St. Petersburger Unternehmers Artur Pachomow handeln. Das Konsortium aus Russland bietet einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für 100% der Geschäftsanteile.







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