Zu warm, zu kühl, zu nass: Die Heilbronner Sportfachhandel-Gruppe muss aufgrund unpassender Wetterverhältnisse einen Umsatzeinbruch hinnehmen. Der Umsatzrückgang soll bei über 6 Prozent liegen.

Intersport muss nach drei Jahren erstmals wieder einen Umsatzeinbruch hinnehmen

2011 wird beim Heilbronner Sportfachhändlerverbund Intersport nicht gerade als Erfolgsjahr in die Geschichte eingehen. Das Wetter – im Winter zu mild, im Frühjahr war es zu heiß, im Sommer zu kühl und zu nass – hat dem in den letzten drei Jahren erfolgsverwöhnten Handelsverbund einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Umsatz soll im Geschäftsjahr 2010/11 (Stichtag: 30. September) von 2,91 Mrd. Euro um 6,6% auf 2,7 Mrd. Euro gesunken sein, teilten die Intersport-Vorstände Klaus Jost und Kim Roether am Donnerstag in Heilbronn mit.

Insbesondere das milde Winterwetter zu Anfang des Jahres hat der Gruppe zu schaffen gemacht, da der Anteil an Wintersportartikeln im Sortiment besonders groß ist. Dagegen liefen Sparten wie Fitness, Outdoor und Teamsport recht gut, konnten die Verluste allerdings nicht kompensieren. Auch die rund 50 Neueröffnungen, die das Vertriebsnetz auf 1.500 Verkaufsstellen ausdehnte, sorgten ebenfalls nicht für entscheidende Wachstumsimpulse.

Trotz der rückläufigen Umsätze soll die Filial-Expansion in 2012 weiter vorangetrieben werden. Für 2012 erwartet Intersport wieder ein moderates Wachstum von rund 3% – getrieben von dem hoffentlich guten Winterwetter und der Fußball-Europameisterschaft.