Indien erlaubt wieder Ausfuhr von Baumwollgarnen
Trotz der angespannten Lage im Baumwollmarkt, gibt Indien den Export für Baumwollgarne wieder frei, aber nur bis zur Ausschöpfung des festgelegten Kontingentes. Die Ralley der Baumwollpreise, das neue weiße Gold, wird dadurch nicht wirklich entschärft.
Die Außenhandelskammer des indischen Handelsministeriums hat den Baumwollspinnereien und –Exporteuren wieder erlaubt, Exportanträge einzureichen. Das Zeitfenster für neue Exportanträge gilt vom 2. Februar bis zum 7. Februar 2011, um die Erlaubnis für die Verschiffung der beantragten Mengen bis zum 31. März, dem Ende des aktuellen Exportjahrs, zu erhalten. Die Menge ist auf 100 Tonnen je Antragssteller begrenzt.
Die Baumwollgarnausfuhr ist auf 720.000 Tonnen, das festgelegte Kontingent für das Exportjahr 2010-11 begrenzt. Wie viel davon bereits verschifft worden ist, ist noch unklar. Die Verantwortlichen lassen derzeit prüfen, wie viel Tonnen bereits vom 1. April 2010 bis jetzt ausgeführt worden sind. Brancheninsider vermuten, dass bereits 670.000 Tonnen ausgeführt worden sind.
Die Nachfrage nach indischer Baumwollen und Baumwollgarne ist riesengroß. Das Land ist mit einer Menge von 32,9 Mio. Ballen Baumwolle einer der wichtigsten Baumwollproduzenten der Welt. Aufgrund von starken wetterbedingten Einbußen bei den chinesischen und pakistanischen Baumwollernten, befinden sich die Preise für Baumwolle auf einem ungebremsten Höhenflug. Erst diese Woche durchbrach der Cotlook A Index für Baumwolle Grenze von 2 US-Dollar pro Pfund, berichtet der Verband Gesamtmasche. Indische Behörden schätzen, dass sich der Preis von Baumwollgarn seit April um über 85% gestiegen ist.








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