Indien gibt sich bei Baumwolle wieder etwas generöser
Eingeknickt: Die indische Regierung lockert das Exportembargo auf Baumwolle. Damit reagiert die Politik auf die Proteste der indischen Baumwollexporteure. Bereits getätigte Registrierungen können bedient werden, neue gibt es allerdings nicht.
Das indische Handelsembargo soll die Preise für indische Baumwollfarmer erhöhen
Nachdem das indische Handelsministerium am 5. März 2012 einen sofortigen Ausfuhrstopp für Baumwolle verhängt hatte, gab es heftigen Widerstand der indischen Baumwollexporteure. Die indische Regierung gab dem Druck nach und gab nun Lieferungen von rund 2,5 Mio. Ballen (595.000 Tonnen) frei, die bereits vor dem Embargo registriert waren, teilte der Verband Gesamtmasche mit. Neue Registrierungen werde des allerdings bis auf weiteres nicht geben.
Das Embargo soll eine künstliche Verknappung schaffen und den indischen Baumwollfarmern so höhere Preise bringen und die Versorgung des Binnenmarktes verbessern. Der exportierbare Überschuss war Anfang des Jahres für die Saison auf 8,4 Mio. Ballen geschätzt worden, allerdings hatte Indien bis Ende Februar bereits 9,4 Mio. Ballen exportiert. Rund vier Fünftel der Exportmenge sollen in die Volksrepublik China verschifft worden sein. Weil die Erntemenge in der der laufenden Saison aufgrund schlechter Wetterbedingungen niedriger ausfallen wird und die Garnnachfrage anzieht, sah sich die indische Regierung zum Handeln verpflichtet.
Indien ist nach den USA der zweitgrößte Baumwollexporteur der Welt. Das Embargo sorgte bei Baumwoll-Futures zu einem merklichen Preisanstieg. Nach der Lockerung sanken die Baumwollnotierungen wieder.
Foto: Creative Commons







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