Die Muttergesellschaft des Münchner Womenswear-Labels plant Anfang Juni eine Unternehmensanleihe an der Börse Düsseldorf zu platzieren. Mit dem Erlös soll das nachhaltige Wachstum finanziert und bestehende Darlehen abgelöst werden.

Hallhuber München

Hallhuber will sich 30 Mio. Euro am Kapitalmarkt besorgen

Der Trend zur Anleihe geht weiter. Nach René Lezard, Seidensticker, Laurèl, Strenesse und einigen anderen plant nun auch die Hallhuber Beteiligungs GmbH, Mutter des gleichnamigen in München ansässigen DOB-Labels, für Anfang Juni eine Unternehmensanleihe im Segment „der mittelstandsmarkt“ an der Börse Düsseldorf zu emittieren. Das Volumen soll sich nach heutigem Stand auf rund 30 Mio. Euro belaufen, teilte das Unternehmen mit.

Mit dem Geld soll ein Gesellschafterdarlehen zu günstigeren Konditionen refinanziert werden und die weitere Expansion vorangetrieben werden. Es ist geplant, die Zahl der Hallhuber Stores bis zum Jahresende von aktuell 132 auf 160 Standorte erhöhen. „Nachdem wir in den vergangenen Jahren mit einer neuen Strategie vornehmlich den Flächenumsatz steigerten, treiben wir nun die Expansion unseres profitablen neuen Store-Concepts voran“, so CEO Norbert Steinke. Hallhuber hat in den letzten Saisons durch ein neues Accessoires-Sortiment die Flächenproduktivität steigern können. Gleichzeitig wird angestrebt, den Anteil der Online-Sales von gegenwärtig 5% auf mittelfristig 15% zu steigern.

Hallhuber wurde 1977 gegründet und betreibt Läden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. 2012 setzte das Unternehmen, das jedes Jahr 17 neue Kollektionen auf den Markt bringt, rund 94 Mio. Euro um.  Das Umsatzwachstum in den letzten beiden Jahren lag jeweils bei mehr als 20%.