Das niederländische Denimlabel hat offenbar den Nerv vieler deutscher Kunden getroffen, denn hierzulande wächst das Label überproportional. Auf den Wachstumsschub reagiert das Unternehmen mit einer neuen NOS-Linie und personellen Veränderungen.

2015 war das beste Jahr in der Garcia-Geschichte, 2016 könnte noch besser werden

Für Garcia wird die Vertriebsregion D/A/CH/I mit den mittlerweile rund 2.000 POS zunehmend wichtiger. Für das Jahr 2016 rechnet das niederländische Unternehmen mit einem Umsatzplus von 21% auf 85 Mio. Euro, davon sollen über 40% in der DACH und Italien erwirtschaftet werden. In dieser Region rechnet Garcia mit einem überproportionalen Umsatzplus von 26% auf 35 Mio. Euro. Zur guten Entwicklung tragen alle drei Linien bei: Women und Teens mit 17% bzw. 19%; Menswear mit einem Plus von 32%. In Deutschland wurde der Anteil der Menswear zum Start H/W16 sogar verdoppelt (+124%). Gleichzeitig vermeldet Garcia eine wichtige Flächenpartnerschaft mit Wöhrl/SinnLeffers. Ab der Saison H/W16 werden die bereits etablierten 36 Teens-Standorte um 20-25 Womenswear- und 25 Menswear-Flächen erweitert, primär in Form von Brand- oder Shop-in-Shops. Mit dieser Kooperation dürfte sich die Sichtbarkeit des Labels weiter erhöhen.

Attraktiver auf der Fläche: Neue NOS-Kollektion

Ebenfalls zur Saison H/W16, also ab Juli, führt Garcia die neue „Essential Linie“ ein. Mit der NOS-Kollektion wollen die Niederländer flächenfähiger und produktiver werden. Die dort enthaltenen Oberteile (Shirts, Blusen, Tops, Hemden, Strick) und Chinos sind trendorieniert ‚konsumig‘, sollen aber unter dem Slogan „Too beautiful to call them basics“ weiterhin ihren eigenen individuellen Twist behalten.

Personell gestärkt

Um dem Wachstum der letzten Saisons gerecht zu werden, vergrößert sich Garcia auch personell und hat stark in seine Showrooms in Neuss, München und Hamburg investiert. Insgesamt wurden im letzten Jahr sowohl im niederländischen Headquarter in Alblasserdam als auch in den Kern-Vertriebsregionen rund 60 neue Mitarbeiter für unterschiedlichste Funktionen -vom Produkt, über Vertrieb bis hin zu Finance oder IT- eingestellt.

Parallel wurde die Vertriebsorganisation an die Linien angepasst: Statt Regional Heads führen jetzt divisionale Vertriebsleiter. Die Position des Head of Sales DACH Men übernahm Florian Wagner, der von G-Star wechselte. Unterstützt wird er vom neuen Key Acccount Manager Men Dennis Schühle, der ebenfalls von G-Star kommt. Mit Hubert Faustmann und Ines Goder wurde das Sales Team in Baden-Württemberg verstärkt.