Finanzstress für Strenesse
Schwäbische Sparsamkeit: Das familiengeführte Modeunternehmen aus Nördlingen kann seine 12-Millionen-Anleihe nicht zurückzahlen und bittet die Gläubiger um Zahlungsaufschub.
Strenesse: Der Expansionsplan ging nicht auf wie erhofft
Die Strenesse AG scheint sich finanziell übernommen zu haben. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen am 20. Februar 2014 zu einer Gläubigerversammlung eingeladen, auf der die Kreditgeber gebeten werden sollen, eine für März vorgesehene Anleiherückzahlung zu verzichten. Die Bemühungen zur Refinanzierung der Anleihe sollen nicht erfolgreich gewesen sein und zusätzlich sollen sich die Geschäfte unter Plan entwickelt haben. Aufgrund dessen wird eine Verlängerung um drei weitere Jahre angestrebt. Den Gläubigern soll ein Restrukturierungskonzept vorgestellt werden, mit dem in den nächsten Jahren ein „profitables Wachstum” und eine „wesentlich verbesserte Finanzsituation” erreicht werden soll.
Strenesse hatte im vergangenen März im Rahmen einer Privatplatzierung eine mit 9% verzinste Unternehmensanleihe in Höhe von 12 Mio. Euro an institutionelle Investoren begeben. Mit dem Geld sollten bestehenden Finanzverbindlichkeiten abgelöst, die strategische Neuausrichtung und das internationale Wachstum der Marke forciert werden. Bereits im Oktober hatte der Spiegel berichtet, dass sich das Nördlinger Familienunternehmen in finanziellen Schwierigkeiten befindet und eine neue Finanzierungsrunde erwogen haben soll.





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