Der Nürnberger Modehändler kann sich im ersten Halbjahr 2013/14 über deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen freuen. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr - Wöhrl konnte die allgemein übliche Frequenzschwäche überwinden und will sich zukünftig auch stärker dem Thema Mulit-Channel widmen.

Wöhrl legt verdient zu und zeigt sich auch sonst mit seinem aktuellen Status zufrieden

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 (August 2013 bis Januar 2014) hat die Rudolf Wöhrl AG ihre Verkaufserlöse um 4,8% auf 182,6 Mio. Euro steigern können. Das EBIT kletterte im gleichen Zeitraum um 26% auf 6,6 Mio. Euro. Auch wenn die Witterungsverhältnisse nicht optimal waren, gelang es dem Nürnberger Familienunternehmen durch Marketingaktivitäten rund um das 80. Jubiläum und Events wie Modeschauen oder verkaufsoffene Sonntage der insgesamt rückläufigen Frequenz in Einzelhandel entgegenzuwirken. Das Umsatzwachstum wurde auf insgesamt vergleichbaren Fläche erzielt, teilte das Unternehmen nicht ohne Stolz mit.

Integration in allen Bereichen

Auch sonst arbeitet Wöhrl stark daran, seine Standorte attraktiv zu halten. Ein wichtiges Thema ist dabei, möglichst bald als Multi-Channel-Händler aufzutreten. Dafür sollen zunächst alle Onlinehandelsaktivitäten über SinnLeffers abgedeckt werden, später sollen die Filialen dann mit dem Onlineshop verzahnt werden. Auch darüber hinaus wird weiter die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Konkurrenten vorangetrieben, um Einkaufs- und Kostensynergien zu realisieren. In einem ersten Schritt werden zentrale Dienstleistungen wie Einkauf, Marketing, HR, Finanzen und IT ab 2015 für SinnLeffers auch von den Nürnbergern erbracht. Entsprechende Integrationsprojekte sind bereits angelaufen. Die Anfang 2013 in Anspruch genommene Anleihe wurde wie geplant dafür und für eine bessere Finanzierungsstruktur verwendet und soll bis Ende 2017 zurückgezahlt werden. „Insgesamt blicken wir daher sehr optimistisch in die Zukunft. Die Einkaufs- und Kostensynergien werden voraussichtlich ab Mitte des kommenden Geschäftsjahres voll zum Tragen kommen, aber auch für das laufende Geschäftsjahr gehen wir weiterhin davon aus, unsere Umsatz- und Ertragsziele zu erreichen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften“, so Olivier Wöhrl, Wöhrl-CEO.