Ein Jahr danach: Proteste für Entschädigung von Rana Plaza Opfern
So billig kommt ihr nicht davon – So lautet das Motto der gestrigen Proteste von Aktivisten auf dem Berliner Ku’Damm. Sie protestierten gegen die noch ausstehenden Zahlungen der Entschädigungen für die Opfer des Textilfabrikeinsturzes Rana Plaza in Bangladesch.
Anlässlich des Jahrestages des Fabrikeinsturzes von Rana Plaza in Bangladesch protestieren Aktivisten des INKOTA-Netzwerk im Verbund mit anderen Organisationen gestern in Berlin für die Entschädigung der Opfer. Doch ein Jahr nach der Katastrophe fehlen immer noch 25 Mio. US-Dollar im von der internationalen Arbeitsorganisation ILO kontrollierten Entschädigungsfonds. Die Entschädigungssumme basiert auf angenommenen Lohnverlusten der Hinterbliebenen und Verletzten der Katastrophe und ist insgesamt sehr niedrig angesetzt.
Firmen wie Kik, NKD, Adler Modemärkte, C&A oder Benetton haben entweder gar nicht oder viel zu wenig in den Entschädigungsfonds eingezahlt, so Berndt Hinzmann vom INKOTA-Netzwerk, Mitgliedsorganisation der Kampagne für Saubere Kleidung. Sie versuchen sich mit verschiedenen Ausreden aus der Affäre zu ziehen. Andere behaupten, der Auftrag wäre ohne ihr Wissen in Rana Plaza platziert worden. Einige geben an, nur einmalig Ware aus den Fabriken von Rana Plaza bezogen zu haben.
Bei der gestrigen Aktion liegen schwarz gekleidete Menschen mit weißen Masken regungslos auf dem Boden des Berliner Kurfürstendamm. Pappschilder, auf denen Logos der genannten Unternehmen sind, sollen die Trümmer von Rana Plaza symbolisieren. Andere Aktivisten forden: „So billig kommt ihr nicht davon“ oder auch „Zahlt jetzt! – Entschädigung für die Opfer von Rana Plaza“.
Foto: INKOTA









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