Auf einen schönen Sommer! Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie blicken dem nächsten halben Jahr positiv gestimmt entgegen. Auch wenn das Auslandsgeschäft schleppend läuft, erhoffen sich viele Unternehmen Impulse aus der Inlandsnachfrage. Viele rechnen sogar mit einer verbesserten Ertragslage.

Wieder optimistischer: Der Klimaindex der Gesamtmasche im ersten Quartal 2013 zeigt wieder nach oben

Nach einer Befragung des Gesamtverbandes der deutschen Maschenindustrie e.V. (Gesamtmasche) ist der Klimaindex auf 2,1 Punkte gestiegen. Der Teilindex für Wäsche konnte sogar auf 11,3 Punkte anwachsen. Dabei fällt das Urteil der befragten Unternehmen der Maschen- und Miederindustrie über die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage deutlich schlechter aus als ihre Erwartungen an das nächste halbe Jahr. Die Branche vertraut wieder auf ihre eigene Stärke!

Besonders negativ wird die Nachfrage in den Auslandsmärkten beurteilt. Knapp ein Drittel der Unternehmen bezeichnet ihren Auslandsumsatz als schlecht (+4%). Unterstützt wird diese Bewertung durch die Außenhandelsstatistik: Die Exporte von deutscher Maschenware sind in 2012 um 4,1% zrückgegangen, bei Strumpfware gab es einen Einbruch von 7,45% und bei Miederware von 3,51%. Grund für die Exportschwäche sind die anhaltende Euro-Krise sowie die allgemein schwache Weltwirtschaft. Optimistischer betrachten viele Unternehmen dagegen die Inlandsnachfrage. Nach der langen Kälteperiode hofft man auf gute Geschäfte im Frühsommer. 30% der Unternehmen rechnen mit einer steigenden Inlandsnachfrage und ein Viertel mit einer Belebung des Auslandsgeschäfts (+13%). Auch die Beurteilung der Ertragslage ist besser: Jedes fünfte Unternehmen beurteilt sie als gut und jedes zehnte Unternehmen will in Aussicht auf eine positivere Geschäftsentwicklung neues Personal einstellen. Damit ist die Skepsis vom letzten Herbst nun einem vorsichtigem Optimismus gewichen.

Graphik: Gesamtmasche