Beide Marken der Schweizer Calida Holding AG haben im ersten Halbjahr schwarze Zahlen geschrieben - ein Riesenerfolg für CEO Felix Sulzberger. Er setzt für die Zukunft auf eigenen Stores und hält auch an seinen Übernahmeplänen fest, aber nur wenn sich ein geeigneter Kandidat findet.

Aubade Lingerie: mit schwarzen Höschen zu schwarzen Zahlen

Die Calida Holding hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz um 2% auf 97,2 Mio. Schweizer Franken (CHF), umgerechnet ungefähr 73,4 Mio. Euro, steigern können. Ohne den schwächelnden Euro der sich negativ auf den Währungskurs auswirkte, wäre sogar ein Plus von 4,3% drin gewesen. Das operative Ergebnis (Ebit) hat auf 7,5 Mio. CHF mehr als verdoppeln können, während der Nettogewinn bei 4,7 Mio. CHF lag.

Die Schweizer freuen sich insbesondere darüber, dass beide Marken für das positive Ebit sorgten: die in der Vergangenheit eher defizitäre Tochter Aubade erreichte jetzt ein Ebit von 2,2, Mio. CHF, während Calida das Ebit um 2,2 Mio. CHF auf 5,6 Mio. CHF verbessern konnte. Die Geschäftsführung erklärte, dass der Turnaround der in Jahr 2005 übernommenen Pariser Tochter Aubade damit gelungen und die Restrukturierung abgeschlossen sei.

Gut lief auch das eigene Retailgeschäft: Die Calida-Stores erwirtschafteten flächen- und währungskursbereinigt ein Plus von 14,7%, während die Aubade-Boutiquen um 10,7% zulegten. Der auf eigene Shops entfallende Anteil macht damit bereits ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus. Sowohl bei Calida als auch bei Aubade sind weitere Neueröffnungen geplant –  bezüglich mehrerer Standorte sollen sogar bereits Verträge unterschrieben sein. „Unsere Wachstums-Strategie basiert wesentlich auf der Expansion durch eigene Stores. Deshalb fließen unsere Investitionen in diesem Jahr mehrheitlich in die Erweiterung unseres Store-Netzes“, erklärte Felix Sulzberger, CEO der CALIDA-Gruppe.

Für das Wholesale-Geschäft erwarten die Schweizer eine weiterhin positive Entwicklung im zweiten Halbjahr – das Orderbuch sei im Vergleich zum Vorjahr schon jetzt besser gefüllt als im Vorjahr, außerdem erwarte man ein gutes Nachordergeschäft. Eine neue Werbekampagne, die aufgrund der Wirtschaftskrise erst mal auf Eis gelegt wurde, soll jetzt im Herbst anlaufen und die Umsätze weiter ankurbeln.

An seinen Übernahmeplänen hält Sulzberger weiterhin fest – allerdings kommen nur Unternehmen in Frage, die das Angebot der Calida-Gruppe im Premium- oder Luxussegment komplettieren würden und mehr als 100 Mio. CHF Umsatz machen. Ein geeigneter Übernahme-Kandidat sei aber noch nicht ausfindig gemacht worden.

Foto: Aubade