Burberry: Profiliert profitiert
Die neue Preisstrategie und ein verbessertes Lagersystem wirken sich positiv auf die Bilanz aus. Das britische Luxusunternehmen verbucht für das erste Halbjahr einen weiteren Umsatzzuwachs von über 20 Prozent. Der Gewinn vor Steuern steigt sogar um fast 50 Prozent auf 129 Mio. Pfund.
Die Burberry Group plc verkündet hervorragende Ergebnisse für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres (Stichtag 30. September 2010). Die bereinigten Umsätze stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 21% auf 641 Britische Pfund.
Burberry macht mittlerweile über 57% des Umsatzes in den eigenen Läden
Dabei kletterten die Wholesale-Umsätze, trotz der Umwandung der chinesischen Franchise-Läden in eigene Stores, um 20% (währungsbereinigt um 17%) auf 226 Mio. Pfund. Das Wholesale-Geschäft profitierte insbesondere von der stark steigenden Nachfrage in den asiatischen Schwellenregionen und den USA. Doch auch in Europa, dem größten Wholesale-Markt, zogen die Umsätze leicht an. In Polen, der Mongolei und Vietnam eröffneten im ersten Halbjahr drei neue Franchise-Stores, weitere fünf sollen in den nächsten sechs Monaten in der Armenien, Ägypten, Israel und der Türkei folgen.
Das Retailgeschäft, das mit über 366 Mio. Pfund mittlerweile über 57% des Gesamtumsatzvolumens erlöst, wuchs um 24% (währungsbereinigt um 20%). Flächenbereinigt legte der Vertriebskanal um 9% zu. In allen Produktkategorien verbuchte Burberry ein zweistelliges Umsatzwachstum, was auch auf die neue Preisstrategie und neuartige eCommerce-Aktionen zurückgeführt werden kann. Insgesamt eröffnete Burberry im ersten Halbjahr 20 neue Stores und sieben Consessions, und übernahm zusätzlich 43 Flächen in China, die vorher von Franchisepartnern betrieben wurden. Weltweit betreibt Burberry derzeit 164 Stores, 171 Consessionen in Warenhäusern, 45 Outlets und eine globale eCommerce-Plattform. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte will Burberry die Retailflächen um 25% vergrößern; 15% sollen auf China entfallen.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern legte um 49% von 86,2 Mio. auf 128,5 Mio. Pfund zu. Damit sieht sich Angela Ahrendts, die Frau an der Spitze von Burberry, in ihrer 5-Punkte-Strategie bestätigt. Dazu gehörte u.a., dass sich Burberry im ersten Halbjahr auf neue Produktinitiativen konzentriert, den Marketingfokus weiter auf das Internet richtet und das Non-Apparel-Geschäft verstärkt. Überdies sollte das Retailgschäft ausgebaut werden und in Märkte investiert werden, in denen Burberry noch unterrepräsentiert ist. Durch striktere Kostenpolitik und verbesserte Logistik sollten bessere Margen erzielt werden.
Der Erfolg gibt Angela Ahrents Recht
Die neu gelaunchte Menswear Kollektion steigerte den Umsatz in dem Bereich um 17%. Über 3 Mio. Facebook-Fans bestätigen die Vorreiterrolle im Internet. Das Non-Apparel-Geschäft mit Taschen und anderen Lederwaren legte um über ein Viertel (26%) zu und erlöst mittlerweile über 40% des Gesamtumsatzes. Das Retailgeschäft wächst weitaus stärker als der Wholesale-Bereich und neue Stores in China, Brasilien, Indien und der Türkei sorgen für bis zu zweistellige Wachstumsraten.
Foto: © Burberry







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