Esprit: Schwaches Halbjahr mit roten Zahlen
José Manuel Martínez hat momentan nicht den einfachsten Job: Der neue CEO des Hongkonger Modekonzerns musste im Zwischenbericht für die ersten sechs Monate hohe Umsatzrückgänge und negative Ergebnisse vermelden. Seiner Meinung nach dauert es noch, bis der Umschwung kommt. Allerdings will er das Sanierungstempo drosseln.
„Wie schnell wir die Läden erneuern, hängt auch von unseren Finanzen ab“, so Martínez
Esprit hadert mit dem Wholesale-Geschäft: Flächenrückgang, Auftragseinbrüche und Preisnachlässe
José Manuel Martínez rechnet nicht mit kurzfristiger Erholung, dafür aber mit langfristigem Wachstum
Erst wenn die Qualität im Produkt stimmt, soll stark in Ladenbau und Werbung investiert werden
Die Esprit Holdings Limited hat im ersten Halbjahr 2012/13 (Stichtag: 31. Dezember) einen Umsatz von 13,55 Mrd. HK-Dollar (1,34 Mrd. Euro) erwirtschaftet. In Berichtswährung waren das 18,8% weniger als im Vorjahresvergleichsraum, währungsbereinigt lag das Minus bei 13,4%. Bereinigt um die Auswirkung der Schließung des US-Geschäfts und der Bereinigung des Filialnetzes betrug der Gruppenumsatz 13,3 Mrd. HK-Dollar, was einem Rückgang von 8,8% entspricht.
Während das Retail-Geschäft aufgrund dieser Faktoren von 9,9 Mrd. HK-Dollar auf 8,1 Mrd. HK-Dollar schrumpfte (-13%), sank der Wholesale-Umsatz ähnlich stark um 13,7% auf 5,4, Mrd. HK-Dollar. Das Retail-Geschäft litt unter einer sinkenden Kundenfrequenz, was allerdings durch einen leichten Anstieg des durchschnittlichen Transaktionsvolumens ausgeglichen werden konnte. Im Wholesale musste Esprit Auftragsrückgänge sowie einen Rückgang der Fläche, insbesondere im Bereich der Identity Corners verkraften und akzeptierte darüber hinaus Rückgabe von Bestandswaren und Preisnachlässe.
Regional entwickelte sich das Europa-Geschäft verhalten und sank um 9,1% auf 10,7 Mrd. HK-Dollar (79,1% des Gesamtumsatzes). In der Region Asia/Pacific betrug der Rückgang lediglich 7,2 in Landeswährung.
In fast allen Produktdivisionen musste Esprit Verluste hinnehmen: Der Umsatz von Esprit Women sank um 15,2% auf 5,3 Mrd. HK-Dollar, wobei starke Einbrüche im Casual-Segment und leichte Zuwächse bei Esprit Collection und Trend verzeichnet werden konnten. Die junge Linie edc verlor 14,8% auf 3,2 Mrd. HK-Dollar, die aber teilweise durch die neue Esprit denim Linie aufgefangen wurden. Esprit Men verlor sowohl im Bereich Casual und Collection und trug 2,2 Mrd. HK-Dollar (-14,5%) zum Gesamtumsatz bei.
In die roten Zahlen gerutscht
Die negative Umsatzentwicklung wirkte sich auch auf die Profitabilität aus. Das Bruttoergebnis sank um 13,3% auf 6,9 Mrd. HK-Dollar, jedoch konnte sich die Bruttogewinnmarge verhältnismäßig leicht verbessern. Nachdem im ersten Halbjahr 2011/12 nach schwarze Zahlen geschrieben wurden, betrug der operative Verlust in diesen ersten sechs Monaten 265 Mio. HK-Dollar (-131,8%). Der Jahresverlust nach Steuern belief sich auf 465 Mio. HK-Dollar (-180,5%).
Erst das Produkt, dann Läden und Gisele
Laut José Manuel Martínez, seit dem Spätsommer letzten Jahres CEO des Modekonzerns, geht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig nicht maßgeblich verbessern werde. Er erwartet, „dass es einige Zeit dauern wird, bis die durch den Transformationsplan in Angriff genommenen Verbesserungen von unseren Konsumenten wahrgenommen werden können und sich in unserem operativen Ergebnis niederschlagen“. Im zweiten Halbjahr will sich der Konzern darauf konzentrieren, den Umsatz zu erhöhen und die Lagerbestände zu stabilisieren – zur Not auch durch drastische Kostenreduzierung. Das Store-Modernisierungsprogramm einschließlich der Harmonisierung der Vertriebskanäle durch Merchandising- und Waren-Management-Systeme soll fortgeführt werden, allerdings mit gedrosseltem Tempo. Erst wenn die Produktqualität stimme, soll kräftig in Ladenbau und Werbung investiert werden, ansonsten locke man die Kunden in die Läden und enttäusche sie vom Produkt, sagte er dem Handelsblatt. Für ihn sei entscheidend, wie sich der Umsatz auf gleicher Fläche entwickele.







Leider liest man in Ihrem Artikel nicht, wie Senor Martinez sich mit der Personalfrage beschäftigt.
Das ist nämlich im Zuge der Umstrukturierung eine ganz grosse Sauerei.
So versuchen Regional Manager mit fadenscheinigen Argumenten, Intrigen, Unterstellungen..
Storemanager aus dem Betrieb zu drängen, in dem sie Ihnen Versäumnisse unterstellen, es werden an deren freien Tagen, Verträge beiseite geschafft, damit sie Fristen versäumen.
Man legt Ihnen Aufhebungsverträge vor, mit zwei Minigehältern, auf das sie sofort den Betrieb verlassen.
Sie erhalten ständig Abmahnungen irgendeiner Art, auch per Post.
Wenn man sich dem nicht beugt, wird man kurzerhand in einen hunderte Km entfernten Ort versetzt.
Doch Ruhe hat man damit nicht, der Terror gegen die Mitarbeiter geht weiter.
Sogar der Betriebsrat geht mit den Regionalmanagern gegen die zu Entlassenden vor.
Hilfe bekommst DU bei Esprit keine.
Anstatt, in Anbetracht der tiefroten Zahlen an Mitarbeitern, die nichts anderes, als einen guten Job machen wollen und es auch taten, zu halten, werden sie gefeuert.
Das ist nur contraproduktiv.
Die Mitarbeiter sind nur noch angespannt, harren der Dinge die weiterhin auf sie zukommen..weil man ihnen keine Sekunde Ruhe mehr gibt.
Sie gehen mit einer furchtbaren Anspannung in ihren Job, weil sie sekündlich mit neuen Attacken rechnen müssen.
Das ist seelische Grausamkeit..
und eine furchtbare psychische Belastung für viele.
Ich kaufe auch nicht mehr in diesem Haus