Miss Sixty Gründer gestorben
R.i.P. Wicky Hassan: Der Gründer des italienischen Denimkonzerns, der neben Miss Sixty auch hinter Killah oder Energie steht, ist verstorben. Er hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Sein Unternehmen erhält Hilfe aus Fernost.
Viele Angestellte in Chieti trauern um den Sixty-Gründer Wicky Hassan
Ein großes Schwarzweiß-Foto prägt in diesen Tagen die Miss-Sixty-Internetpräsenz. Zu sehen ist Wicky Hassan, der Gründer der sexy Jeans „Made in Italy“. Im Alter von 56 Jahren ist der Unternehmer, der gleichzeitig auch Creative Director und Hauptanteilseigner der Gruppe war, an Krebs verstorben.
Seit der Diagnose vor vier Jahren hat er das Unternehmen darauf vorbereitet, seine Vision auch ohne ihn weiterzuverfolgen. Neben einem Designteam, das seine Handschrift verstand, wurde Pietro Bongiovanni im Herbst letzten Jahres zum CEO der Sixty Group ernannt, um die Geschäfte schon zu Hassans Lebzeiten zu leiten.
1983 eröffnete Hassan in Rom einen Store mit dem Namen „Energie“, in dem man Mode vieler angesagter, aber seltener Labels kaufen konnte. 1989 folgte die erste eigene Kollektion und Energie wurde selbst zur Marke. Über die Jahre und zusammen mit dem Co-Gründer Renato Rossi wurde unter dem Dach der Sixty Group ein Portfolio von erfolgreichen Brands wie Miss Sixty, Energie, Killah, Murphy & Nye und Refrigiwear erschaffen. 2006 erhielt Hassan den Pitti Immagine Award.
Chinesische Partnerschaft soll wieder Schwung in die Geschäfte bringen
Zuletzt life es weniger rund bei dem Unternehmen aus Chieti. Die Umsätze brachen ein, von über 450 Mio. Euro im Jahr 2008 auf zuletzt 292 Mio. Euro im Jahr 2010. Restrukturierungen wurden nötig. Ein Partner aus Fernost soll es jetzt richten: Zusammen mit Trendiano Co., einem chinesischen Unternehmen, das auf die Produktion und den Vertrieb von Mode spezialisiert ist, sollen die Sixty-Marken in Fernost einen zweiten Siegeszug erfahren und die Produktion international wettbewerbsfähiger machen. Für die Angestellten in Chieti könnte das ein zweites Mal zur Trauer führen, denn einige italienische Jobs werden durch die Verlagerung ins Reich der Mitte wegfallen.







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