Santa Claus macht dem österreichischen Strumpfhersteller Beine: Der Umsatz für das erste Halbjahr bleibt mit 74 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau, das EBITDA rutscht unter das Vorjahresergebnis, aber die Umsätze von November bis Mitte Dezember machen Hoffnung.

Wolford_HW 2011-12

Wolford rechnet trotz stagnierender Umsätze im ersten Halbjahr doch mit leichten Zuwächsen fürs Gesamtjahr

Die an der Wiener Börse notierte Wolford AG hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (Stichtag: 31. Oktober) den Umsatz mit 73,6 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau (74,0 Mio. Euro) halten können, währungsbereinigt lag das Plus bei 1%. Schlecht wirkte sich neben der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung vor allem der viel zu milde Herbst aus, der zur „Kaufzurückhaltung bei den Konsumentinnen“ bei der bereits ausgelieferten Herbst- und Winterware sorgte.

Obwohl sich die eigenen Standorte (eigene Boutiquen, Concession Shop-in-Shops und Factory Outlets) sich von dem allgemeinen Negativtrend abkoppeln konnten und ein Plus von 3,2% verbuchten, konnte dies den Einbruch im Fachhandel um über 8% jedoch nicht kompensieren. Während Wolford in Großbritannien (+6,3%), Deutschland (+5,1%), Ost- und Zentraleuropa (+2,8%) und in der Region Asien/Ozeanien (6,3%) Zuwächse verbuchen konnte, verringerte sich der Umsatz in Österreich (-1,5%), der Schweiz (-12,7%), Frankreich (-6,8%), Italien (-5,2%) und den Niederlanden (-10,5%).

Aufgrund der stagnierenden Umsätze und Investitionen in neue Retail-Standorte sank das EBITDA von 7,1 Mio. auf 6,6 Mio. Euro, das EBIT erreichte einen Wert von 2,7 Mio. Euro und das Periodenergebnis halbierte sich von 1,9 auf 1,0 Mio. Euro.

Gutes Weihnachtsgeschäft stimmt optimistisch für das Gesamtjahr

Für das zweite Halbjahr ist die Wolford-Gruppe dennoch optimistisch: Nach dem schwachen Herbstanfang, lief das Weihnachtsgeschäft zufriedenstellend an. Von Anfang November bis Mitte Dezember stiegen die Umsätze um 6,3% gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. Auch hier entwickelten sich die eigenen Wolford-Standorte mit einem Plus von über 13% (flächenbereinigt 9,4%) überdurchschnittlich. Sowohl die Kundenfrequenz als auch der durchschnittliche Einkaufswert seien gestiegen, was die Akzeptanz des Produktportfolios widerspiegelt, freute sich der Vorstandsvorsitzende Holger Dahmen. Aus diesem Grund soll das eigene Distributionsnetz auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Weiterhin stehen neue Märkte, die Einführung neuer Produkte sowie effizienzsteigernde Maßnahme auf der Agenda der nächsten Monate. Für das Gesamtjahr rechnet Dahmen dann mit einer leichten Umsatz- und Ergebnisverbesserung.