2014: Neuer Rekord im Interaktiven Handel
Das Geschäftsklima des Interaktiven Handels ist weiterhin deutlich positiver als in der deutschen Gesamtwirtschaft. So eines der Ergebnisse der aktuellen B2C-Händlerstudie 2013/2014. Auch konnten viele Online- & Versandhändler einen Rückgang der Retouren verzeichnen – Tendenz: weiter sinkend.
Positive Entwicklung bei der Retourenquote für das Jahr 2014
Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) hat zusammen mit seinem Kooperationspartner Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) die Ergebnisse der bereits zum dritten Mal in Folge durchgeführten Händlerstudie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2013/2014“ herausgebracht. Dabei kam heraus, dass das Geschäftsklima des Interaktiven Handels in Deutschland ein neues Rekordhoch erreichen konnte und damit deutlich über dem Niveau der deutschen Gesamtwirtschaft liegt. Für die kommenden Monate erwartet die Branche eine erneute Steigerung. Vor allem Unternehmen aus dem Süd-Osten (2014: 173 Punkte; +30) und dem Westen (2014: 170 Punkte; +21) Deutschlands bewerten ihre Geschäftslage derzeit am besten.
Investitionen: Ja, bitte!
Die Investitionsbereitschaft bei den Interaktiven Händler steigt mit einem Plus von 6% zum Vorjahr (2014: 89%) ebenso wie der Geschäftsklimaindex auf ein neues Hoch. Die Perspektiven für die nächsten Monate bleiben angesichts des bereits hohen Niveaus dennoch sehr positiv. „Die Investitionsneigung ist ein wichtiger Zukunftsindikator und dient als Gradmesser zur Bestimmung von konjunkturellem Optimismus oder Pessimismus. Die aktuelle Investitionsbereitschaft der Online- und Versandhändler liegt auf sehr hohem Niveau. Zusammen mit den gut gefüllten Auftragsbüchern und der zurückgehenden Retourenquote blicken die Händler derzeit zuversichtlich und optimistisch auf die nächsten Monate“, sagt Siebo Woydt, Vorstand der Creditreform AG.
Zum ersten Mal mit dabei: Internationalisierung im Interaktiven Handel
Erstmalig wurde in diesem Jahr die Internationalisierung des Interaktiven Handels mit in die Studie aufgenommen. Die Auslandsaktivitäten der Unternehmen erreichen im Frühjahr ein beachtliches Niveau und die Tendenz ist weiter zunehmend. Acht von zehn Interaktiven Händlern haben bereits an Verbraucher im Ausland geliefert. Die meisten Lieferungen ins Ausland werden derzeit von Unternehmen getätigt, die technisch-orientierte Produkte (2014: 85%) vertreiben. Tendenziell lautet die Devise: Je höher Umsatz, Kunden- und Beschäftigungszahl, desto intensiver ist auch die Auslandstätigkeit der Unternehmen. Insbesondere die Absatzmärkte Österreich mit 72%, Schweiz mit 48% und Frankreich mit 31% werden am häufigsten beliefert. Allerdings misst ein Großteil der Interaktiven Händler (64 %) Auslandsaktivitäten derzeit nur eine „geringe Bedeutung“ für ihr Unternehmen bei.
Retourenquote im Interaktiven Handel sinkt
Bemerkenswert ist, dass in den letzten 12 Monaten die Retourenquote der Online- & Versandhändler weiter zurückgegangen ist. So berichtet derzeit „nur“ noch jedes sechste Unternehmen von steigenden Rücksendungen (15%; -5% zum Vorjahr) und die meisten der Interaktiven Händler gehen von einer gleich bleibenden Retourenquote für die nächsten Monate aus (77 %; +14% zum Vorjahr). Im Zuge der Änderung der europäischen Verbraucherrechte-Richtlinien wollen die 59% der Händler die Retourenkosten nicht an den Endkunden weitergeben.
Foto: bevh





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