Maschenindustrie: zuversichtlich für zweites Halbjahr
Gute Auftragslage bei fallenden Margen: Der Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie e. V. blickt erwartungsvoll in die zweite Hälfte des Jahres 2014. Nach den Ergebnissen der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage sind die Unternehmen der Maschenindustrie zuversichtlich, aber auch etwas kritisch.
Bei guter Auftragslage im In- und Ausland entwickelt sich die Branche trotz niedriger Margen stabil.
Geht es nach dem Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie e.V. wird das zweite Halbjahr für die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie rosig. Volle Auftragsbücher und gute Umsätzen im In- und Ausland stimmen die Branche zufrieden. Dennoch gibt einen kleinen Dämpfer bei aller Euphorie: Fallende Margen aufgrund steigender Rohstoff- und Produktionskosten machen der Branche das Leben schwerer. Laut den Ergebnissen der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Juli stiegen in den ersten fünf Monaten von 2014 die deutschen Exporte von Maschenwaren um 6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit liegen die Ausfuhren über dem Durchschnitt der Gesamtbranche.
Für die kommenden Monate erwarten 43% der Firmen zunehmende Orders. Rund 86% der Hersteller setzen dabei auf die solide Entwicklung der Inlandsumsätze. Über 38% glauben, ihren Auslandsumsatz in den nächsten Monaten ausweiten zu können. Im vorigen Quartal erwarteten das nur 27%. Allerdings hat sich der Anteil der Firmen, die mit ihren Erträgen zufrieden sind, zum vierten Mal in Folge verringert und liegt nur noch bei 76%. Für die kommenden Monate rechnet die Branche mit ähnlich knappen Margen. Die Hiobsbotschaften vom Warenhauskonzern Karstadt beunruhigen insbesondere die Wäschebranche, die einen wesentlichen Teil ihrer Umsätze über Versender und große Kaufhäuser erwirtschaftet.
Geschäftsklimaindex: +3,49 Prozentpunkte
Angesichts des belebten Geschäfts verzeichnet der Geschäftsklimaindex Masche ein Plus von 3,49 Indexpunkten auf einen Wert von 19,54 Punkten. Der Index für die erwartete Geschäftslage liegt trotz eines Rückgangs von 2,44 Punkten bei ansehnlichen 17,69 Punkten. Mit Blick auf die gute Auftragslage rechnen knapp 29% der Hersteller mit einem Anstieg der Kapazitätsauslastung. Immerhin jedes zehnte Unternehmen will sich in den nächsten Monaten personell verstärken.
Deutsche Maschen-Exporte
Besonders exportstark zeigten sich im Zeitraum Januar bis Mai 2014 Miederwaren mit einem Plus von 13% sowie Feinstrümpfe mit einem Plus von 19%. Lieferungen in die angestammten Märkte Westeuropas legten im Schnitt um 7% zu. Die Ausfuhren in die östlichen EU-Länder verzeichneten ein durchschnittliches Wachstum von 9%. Nach Tschechien und Bulgarien wurden 14% mehr Maschenprodukte geliefert. Für Verunsicherung sorgt jedoch die Ukraine-Krise. Sie hat das Russlandgeschäft der Masche bis Mai um 5% zurückgehen lassen.
Foto: Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie e.V.







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