Deutsche Maschenindustrie rechnet mit stabilen Geschäften
Alles wie gehabt oder sogar besser: Die meisten Unternehmen erwartet laut der Geschäftsklima-Umfrage für den Herbst gleichbleibende Inlandsumsätze und leichte Wachstumsimpulse aus dem Ausland.
Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie befinden
sich in einer stabilen Lage
Die meisten Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie beurteilen ihre Lage trotz des unsicheren Marktumfeldes als stabil. In der im Juli durchgeführten Geschäftsklima-Umfrage des Verbands Gesamtmasche bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit 6,85 Indexpunkten deutlich positiver als in der April-Umfrage (-2,5 Punkte), und das, obwohl sich die Zukunftserwartung aktuell leicht von 4,21 auf 4,02 Punkte abgeschwächt hat. Rund 40% der Firmen – und damit doppelt so viele wie im Frühjahr – beurteilen ihre Kapazitätsauslastung als gut, weitere 50% zeigen sich zumindest zufrieden. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Wäschehersteller ist deutlich besser als beim Durchschnitt der Branche,allerdings zeigen sie sich in punkto Umsatzentwicklung weniger zuversichtlich.
70% der befragten Firmen beurteilen ihre aktuellen Inlandsumsätze als gut oder zufriedenstellend und neun von zehn Maschenherstellern glauben sogar, dass der Umsatz stabil bleibt oder sogar steigen wird. Im Bereich Wäsche rechnen sogar alle Unternehmen mit stabilen oder verbesserten Umsätzen. Damit bestätigt die deutsche Maschen- und Miederindustrie das Bild der guten Verbraucherstimmung in Deutschland. Gleichzeitig scheinen wieder leichte Impulse aus den Krisenmärkten Italien und Spanien zu kommen und auch Frankreich, wo das Geschäft zuletzt stagnierte, scheint als Absatzmarkt „wieder Fuß zu fassen“, konstatiert der Verband. Nichtsdestotrotz orientieren sich deutsche Hersteller zunehmend zu neuen Märkten wie Russland, der sich mit einem jährlichen Wachstum von 12% als dynamischer Volumenmarkt erweist, sowie die Schwellenmärkte Südamerikas, die (wenngleich auch noch auf niedrigem Niveau) teilweise dreistellige Wachstumsraten aufweisen.
Hinsichtlich ihrer Ertragslage zeigen sich zwei Drittel der Maschenunternehmen zufrieden. Knapp vier Fünftel der Maschenunternehmen rechnen mit steigenden bzw. wenigstens gleichbleibenden Orders. Während im April noch ein Viertel die Preissituation als schlecht bezeichnete, waren es im Juli nur noch 9%. Allerdings fallen die Prognosen für die Erträge im zweiten Halbjahr angesichts weiter steigender Produktionskosten verhaltener aus. Außer steigenden Energie- und Lohnkosten verteuern sich auch die Rohstoffe: Der Baumwollpreis nähert sich wieder der Marke von 1 US-Dollar, und asiatisches Polyestergarn hat sich binnen dreier Monate um 10% verteuert.







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