Wolford: Pessimistisch nach dem ersten Halbjahr
Der österreichischen Strumpf- und Womenswear-Anbieter muss für das erste Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang vermelden. Für das Gesamtjahr rechnet das Management weiter mit roten Zahlen. Es gibt aber schon einen Plan, wie man das Steuer wieder rumreißt.
Wolford’s Plan: Mehr Fokussierung beim Produkt und mehr Abwägung bei der vertikalen Expansion
Die Wolford AG hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 (Mai bis Oktober) mit einem Umsatzrückgang von 2,3% auf 74,81 Mio. Euro abgeschlossen. Das Europa-Geschäft lag fast überall unter den Vorjahresuzahlen, Zuwächse gab es hingegen in den USA und China. Während es im eigenen Retail gut lief (+5%), verlief das Wholesale-Geschäft mit einem Rückgang von 11% enttäuschend. Die Negativtendenz hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt, weshalb Umsatz und Ergebnis nun unter den Erwartungen lagen. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 0,09 Mio. Euro auf -2,29 Mio. Euro. Der Nachsteuerverlust rutschte von -0,59 Mio. auf -1,96 Mio. Euro ab.
Fokus auf die Kernkompetenz und mehr Begeisterung fürs Produkt
Entsprechend der negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde die Prognose für das Gesamtjahr nach unten angepasst: Insgesamt wird jetzt mit einem negativen operativen Ergebnis von 5 Mio. Euro gerechnet. Gleichzeitig kündigte der Vorstand an, weitere Optimierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Sortiment und Kollektionsaussage sollen noch stärker auf die Wünsche der Kundinnen abgestimmt werden. Das bedeutet auch eine Refokussierung auf die eigentliche Kernkompetenz, Legwear und körpernahe komplementäre Produkte, insbesondere figurformende Underwear soll dabei ausgebaut werden. Im Zuge dessen wird Swimwear ab der Saison Spring/Summer 2015 eingestellt und RTW reduziert. Wolford erhofft sich durch diese Maßnahmen, mehr Innovationskraft, weniger Komplexität und straffere Prozesse. Parallel wird das Retail-Netzwerk kritisch unter die Lupe genommen. Neueröffnungen sollen nur noch in Toplagen von strategisch wichtigen Märkten eröffnet werden. Stattdessen will man stärker über Boutiquenpartner expandieren und den traditionellen Fachhandel wieder stärker für die Marke begeistern. Auch die Endkundin soll in stärkerem Mape angesprochen werden.








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