Textiles Erbe: Unternehmer Wolfgang Grupp denkt allmählich über seinen Ruhestand nach. Seine Kinder sollen ins Textilunternehmen einsteigen und seine Nachfolge antreten. Allerdings nicht ohne Weiteres: Sie sollen sich langsam hocharbeiten.

“Wir sind Trigema” – Das sagen bald auch Grupps Kinder

Wolfgang Grupp, Chef des Textilunternehmens Trigema, denkt ans Aufhören. Die Kinder des 71-Jährigen sollen ins Unternehmen einsteigen und seine Nachfolge sichern. Bonita und Wolfgang junior bekommen ihre Posten aber nicht einfach so. Nach ihrem Studium in London wollen die 23-jährige Tochter und der 22-jährige Sohn beide in das Unternehmen einsteigen und sich dann allmählich hocharbeiten.

Laut dem ersten großen Interview der beiden Unternehmers-Kinder ist es für Grupp „etwas Selbstverständliches, dass die Kinder in die Fußstapfen des Vaters treten“. Führungsverantwortung will der 71-Jährige seinen Kindern erst mal nicht gleich übertragen. „Es wäre doch arrogant zu sagen, die Kinder kommen gerade aus dem Studium und übernehmen sofort die Leitung.“, so Grupp.

Tochter Bonita sagt, dass man „immer besonders aufmerksam beobachtet wird, wenn man irgendwo neu anfängt. Es sei jedoch keine Bürde, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. „Man muss sich sicher anstrengen und beweisen.“ Bonita Grupp steigt als erstes bei Trigema ein, Sohn Wolfgang junior folgt vermutlich in einem halben Jahr.

Wolfgang Grupp ist froh, sein Unternehmen an seine Nachkommen weiter zu geben. Fremdmanager kommen ihm nicht ins Haus.

Foto: Trigema