Trend: Schuhhandel rückläufig
Volle Schuhschränke, aber es kommen kaum Modelle hinzu: Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels sind die Verbraucher immer zurückhaltender beim Schuhkauf. Vergleiche und Beratung werden wichtiger.
Die deutschen Verbraucher kaufen im Schnitt immer weniger Modelle – aber dafür sind sie teurer
Im Durchschnitt besitzen die deutschen Verbraucher13 Paar Schuhe. Frauen kommen auf 16, Männer auf 10 Paar. Doch auch wenn es immer neue Schuhmodellen und -trends gibt, können die Kunden immer mehr widerstehen – zum Leid des Schuhhandels. Während sich jeder Verbraucher 2011 nach Angaben des Deutschen Schuhinstituts (DSI) im Schnitt noch 5,3 Paar Schuhe neu zulegte, waren es 2012 nur noch 4,7 Paar – mit eher sinkender Tendenz. Mit dem Kauf von durchschnittlich sechs Paar neuen Schuhen sind Frauen die aktiveren Konsumenten.
Die Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels, Brigitte Wischnewski, berichtete rund zwei Wochen vor der Schuhmesse GDS (12. bis 14. März) in Düsseldorf, dass sich viele Frauen beim Einkauf häufiger zurückhaltend zeigten. “Früher haben manche Kundinnen gleich vier bis sechs Paar Schuhe für die neue Saison gekauft”, sagte Wischnewski. Heute stünden vor dem Kauf meist aufwendige Beratungen und Vergleiche.
Die Verbraucher kaufen neben sehr günstigen Modellen, aber immer häufiger teure Modelle. “Offenbar hat sich die Sortimentsstruktur in den Ladengeschäften zugunsten der oberen Preislagen verschoben”, meinte Wischnewski. Männer ließen im Schnitt 77,80 € für ein Paar Schuhe, während Frauen im Schnitt etwas weniger bezahlten. 66,10 € kosteten durchschnittlich ihre neuen Treter. Für ein Paar Kinderschuhe gaben die Verbraucher im Durchschnitt 47,40€ aus.
Einbußen für Mittelständler
Bei der Schuhsuche kamen dabei immer öfter große Ketten in Frage. Mittelständische Händler mussten dagegen Einbußen hinnehmen. Größte deutsche Schuhkette ist mit Abstand das Essener Familienunternehmen Deichmann. Über zweistellige Wachstumsraten konnten sich 2013 jedoch vor allem die Online-Händler freuen, die ihren Marktanteil auf 12% weiter steigern konnten.
Foto: via Flickr / Hartlandmartin







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