Strenesse auf Partnersuche
Früher stemmten deutsche Unternehmen ihr Wachstum aus eigener Kraft, höchstens mit Hilfe einiger Bankkredite. Heute setzt man auf die Hilfe von Investoren. Auch Luca Strehle geht den neuen Weg, um die Zahl der Filialen zu verdreifachen.
Strenesse will die Zahl der eigenen Stores bis 2015 verdreifachen
Luca Strehle krempelt weiter sein Familienunternehmen um. Vor einigen Wochen kündigte er an, die verschiedenen Womenswear-Linien zu bündeln, nun erklärte der Firmenchef, der seit April diesen Jahres an der Spitze des Unternehmens steht, dass er auf der Suche nach einem „finanzstarken Partner“sei, der hilft, das Filialnetz europaweit auszubauen. Sein Plan ist es, die Zahl der Filialen innerhalb von drei Jahren auf 40 Standorte an exklusiven Lagen zu verdreifachen. Aus eigener Kraft ist das nicht zu schaffen“, erklärte der 37-Jährige gegenüber der Augsburger Zeitung. Durch die neuen Filialen erhofft sich Strehle einen Wachstumsschub für das Nördlinger Unternehmen. Aktuell betreibt Strenesse 13 eigene Shops in Deutschland und zwei Partner-Shops in Italien.
Der potentielle Investor solle am besten ebenfalls aus der Modebranche kommen und die Visionen von Strenesse teilen. Gleichzeitig stellte Luca Strehle klar, dass Strenesse auf jeden Fall ein Familienunternehmen bleiben wird, ein Verkauf von Mehrheitsanteilen kommt für ihn nicht in Frage. Aktuell führt er bereits Gespräche mit Interessenten. Bestenfalls sollen die Verhandlungen bis zum Frühjahr 2013 abgeschlossen sein: Unter Druck sieht er damit allerdings nicht – da „wir nicht dringend zu einem Ergebnis gezwungen sind“.
Gleichzeitig dreht Strehle an der Profitabilitätsschraube: Im Zuge der Verschlankung der Linien sollen die Kollektionen von 600 auf 400 Teile verkleinert werden, um die Kosten für Marketing und Werbung zu senken. Von den rund 200 Angestellten am Nördlinger Firmensitz sollen 20 Mitarbeiter ausscheiden.
Foto: Strenesse















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