Steigende Baumwollpreise lassen Baumwollproduktion steigen
Die weltweite Baumwollproduktion soll in der aktuellen Saison 2011-2012 um rund 9 Prozent erhöht werden. Dadurch soll sich die Baumwollpreis-Ralley verlangsamen und die Durchschnittspreise etwas gesenkt werden.
So weit das Auge reicht: Baumwollflächen werden ausgeweitet
Erst in der letzten Woche stieg der Baumwollpreis erneut auf einen neuen Rekordwert von 2,13 US-Dollar je Pfund. Da sorgt die Nachricht des International Cotton Advisory Committee (ICAC) für ein bisschen Beruhigung in der verunsicherten Branche: Die weltweite Anbaufläche für Baumwolle soll in der Saison 2011-12 um 7% auf 36 Mio. Hektar vergrößert werden. Es wird erwartet, dass in Anbetracht der steigenden Nachfrage alle baumwoll-produzierenden Länder ihre Flächen ausweiten werden. So werden bspw. nach den starken Überflutungen im Osten Australiens viele Flächen für den Baumwollanbau genutzt. In Mosambik soll der Output um 15% gesteigert werden.
Das ICAC prognostiziert, dass die weltweite Produktion rund 27 Mio. Tonnen (127 Mip. Ballen) erreichen wird – 9% mehr als im Vorjahr und 1 Mio. Tonnen mehr als bei der Rekordernte vor vier Saisons.
Es wird erwartet, dass damit die derzeitigen Rekordpreise sinken werden, wenngleich die Preise auch nicht auf den Durchschnittspreis der vergangenen zehn Jahre von rund 0,60 US-Dollar je Pfund sinken werden. Aufgrund der weiterhin hohen Preise und dem zunehmenden Wettbewerb durch chemische Fasern kann davon ausgegangen werden, dass der Baumwollverbrauch der Spinnereien in 2011-12 nur um 2,6% auf 25,4 Mio. Tonnen steigen wird. In Indien, China, Pakistan und der Türkei wird der Verbrauch am größten sein.
Aufgrund des schwachen Dollars, der weiterhin starken Nachfrage insbesondere aus den Schwellenländern China und Indien sowie des (noch) begrenzten Angebotes, wird in dieser Saison weiterhin mit starkem Preisdruck und hoher Volatilität gerechnet.
Foto: via flickr / Brian Hathcock





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