Rote Vergangenheit abgelegt? Der an der Hongkonger Börse gelistete Modekonzern erwartet für das erste Halbjahr 2013/14 einen kleinen Gewinn. Doch der Zustand ist nicht wirklich krisenresistent.

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Esprit vor der Trendwende: Im ersten Halbjahr könnte ein kleiner Gewinn unterm Strich stehen

Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen könnte die Esprit Holdings Ltd. endlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Wie der Konzern letzte Woche mitteilte, wird er wohl einen geringer Gewinn verbuchen können. Allerdings schob man sofort die schlechte Nachricht gleich hinterher und warnte davor, dass für das Gesamtgeschäftsjahr mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet wird, da die zweiten Jahreshälfte typischerweise schwächer verläuft.

Insgesamt ist es aber ein Indiz dafür, dass die von Jose Manuel Gutierrez eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen Wirkung zeigen. Der ehemalige Zara-Manager hat mit einer Reihe von ehemaligen Weggefährten verschiedene Praktiken seines Ex-Arbeitgebers bei Produktion, Distribution und Markenführung übernommen, sich aus dem unrentablen Nordamerika-Geschäft zurückgezogen und zahlreiche Stores geschlossen.

Esprit musste im letzten Geschäftsjahr 2012/13 einen drastischen Umsatzeinbruch und einen Verlust von knapp 4,4 Mrd. HK-Dollar (430 Mio. Euro) verbuchen. Die Meldung von einem kleinen Halbjahresplus ließ den Aktienkurs in die Höhe gehen. Mittlerweile ist er aber wieder auf dem bisherigen Niveau.