René Lezard: Umsatzschwund und rote Zahlen
Schwierige Zeiten! Der Modeanbieter aus Schwarzach muss nach vorläufigen Zahlen einen nicht unmerklichen Umsatzrückgang hinnehmen. Unter Strich bleibt ein Verlust, der aber zunehmend kleiner wird.
René Lezard hadert mit den aktuellen Rahmenbedingungen
Nach vorläufigen Zahlen hat die René Lezard Gruppe im Geschäftsjahr 2015/16 (Stichtag: 30. März) einen Umsatzrückgang von 4,7% auf 44,7 Mio. Euro verbuchen müssen. Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig: Zum einen wurde – wie fast überall im deutschen Modehandel – die Erwartungen in der zweiten Jahreshälfte nicht erfüllt. Obwohl die Vororderumsätze in den Erwartungen lagen, belasteten „hohe Retouren aus dem Handel“ das Ergebnis, teilte das Unternehmen mit. Zum anderen wurde im eigenen Retail auf gleicher Fläche ein Umsatzrückgang verbucht. Das Management reagierte, indem sich das Unternehmen zukünftig nur noch auf größere Flagship-Stores konzentrieren will. Kleinere unrentable Stores werden analysiert und unter Umständen – wie u.a. in Wien oder in Münster geschehen – wieder geschlossen. Einige Hoffnungen setzt die Lezard-Gruppe auf den eigenen Onlinestore, dessen Umsätze 25% über dem Vorjahreswert lagen. Problematisch war dagegen die Geschäftsentwicklung der Factory Stores, die aufgrund unterschiedlicher Gründe zunehmend unter Frequenzverlust litten. Um die Frequenz im Retail und den FOC wieder zu beleben und die Conversion Rate zu erhöhen investiert René Lezard gezielt in regelmäßige Schulungen und Event-Aktionen. Gleichzeitig wurden der Außendienst gestärkt und Veränderungen in der Produktentwicklung und Produktaussage angestoßen.
Die ergriffenen Maßnahmen zeigten in Teilen bereits im letzten Geschäftsjahr Wirkung. So sank das Rohergebnis aufgrund des Umsatzrückgangs zwar entsprechend, aber das EBITDA blieb mit 0,4 Mio. Euro im schwarzen Bereich und der Konzernverlust konnte von -3,8 Mio. auf -2,5 Mio. Euro sogar um fast ein Drittel verbessert werden.







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