Rene Lezard spart für mehr Profit
Weniger ist mehr: Weil das Modeunternehmen einige Stores geschlossen hat, wird der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 wohl geringer ausfallen als im Vorjahr. Auch in der Produktion setzte René Lezard den Rotstift an. Nun rechnet die Geschäftsführung mit nachhaltig steigenden Ergebnissen.
Rene Lezard hat einige Läden geschlossen, um wieder profitabel zu werden
Heinz Hackl, Sprecher der Geschäftsführung, ist recht optimistisch gestimmt, denn für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 (Stichtag: 31. März) rechnet er mit einem „moderat verbesserten Ergebnis“. Im letzten Geschäftsjahr hatte René Lezard wegen erhöhter Marketingaufwendungen einen Konzernverlust hinnehmen müssen. Daraufhin wurden zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Profitabilität und Liquidität zu verbessern. Dazu gehörten auch Store-Schließungen in Dortmund, Karlsruhe, München und auf Sylt sowie Flächenverkleinerungen in einigen Stores und FOCs. Dadurch kommt es zwar zu Umsatzrückgängen, jedoch „erhöhen wir aber durch diese Maßnahmen die Leistungskraft und Profitabilität unserer Flächen – und das ist entscheidend“, sagt Hackl. In diesem Monat wird René Lezard -nach einem halben Jahr Pause, die mit Pop-Up-Events überbrückt wurde – einen neuen Laden in München eröffnen. Auch im Designer Outlet Wolfsburg eröffnet noch diese Woche ein neuer Outlet Store. Darüber hinaus wurde die slowenische Produktionstochter RLS Moda d.o.o zu 100% an einen der bisherigen Geschäftsführer verkauft, der die Produktion nun auch für andere Firmen öffnen wird. Renè Lezard plant zwar weiterhin dort zu produzieren, kann aber nach dem Verkauf flexibler Aufträge platzieren.
Nachhaltiger Turnaround in Sicht
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Hackl mit einer Ergebnisverbesserung. Für das Folgejahr 2015/16 wird ergebnisseitig ein „nachhaltiger Turnaround“ in Aussicht gestellt. Um die Flächenproduktivität zu erhöhen, wurden bereits Mittel aus der Anleiheplatzierung wie angekündigt in die Ausweitung der Marketingaktivitäten im Mediabereich sowie am POS investiert. Auch der im Dezember 2013 neu gelaunchte Onlineshop entwickelt sich laut Mitteilung „erfreulich“. „Es war die richtige Entscheidung, kurzfristig auf höhere Ergebniskennziffern zu Gunsten zukünftigen Wachstums zu verzichten. Die Rückflüsse aus dieser Investition werden wir nach der Ergebnisbelastung in 2013/2014 in der Folgezeit generieren“, bekräftigt Hackl die Entscheidung.
Um die Anleihegläubiger zu beruhigen, die nach den Insolvenzen von Strenesse und Rena Lange unruhig wurden und die die roten Zahlen nicht für gut hießen, erklärte der kaufmännische Leiter Alexander Amend, zum einen dass die Finanzierungsrichtlinien bis zum März 2017 verlängert wurden, das Rating unverändert mit BB- bestätigt wurde und die zweite Zinszahlung termingerecht am 26. November erfolgen wird.







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