QVC macht weniger Umsatz
Weg gezappt? Deutschland größter Teleshopping-Anbieter erreicht das Umsatzniveau des Vorjahres nicht, obwohl die Umsätze im e- und Mobile-Commerce deutlich zulegen konnten. Mit der Umstellung auf Multimedia sind die richtigen Weichen gestellt, das Programm soll trotzdem aufgewertet werden.
Dr. Flatten, Mathias Bork und QVC-Model Renata Reuter beim Launch des QVC Beauty-Senders
Der Teleshopping-Anbieter QVC Deutschland lässt sich die Sorgen um sein Stammgeschäft nicht anmerken. Obwohl es Einbrüche bei Umsatz und Ertrag gegeben hat, war 2012 dennoch das „zweiterfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte“. CEO Dr. Ulrich Flatten bezeichnete die Entwicklung als „erfolgreichen Wandel zu einem Multimedia-Versandhändler“. Insgesamt fielen die Netto-Umsätze um knapp 4% auf 743 Mio. Euro, und das obwohl 2012 rund 9.100 neue Produkte eingeführt wurden und die Onlineumsätze zweistellige Zuwachsraten erzielten. Das Onlinebestellvolumen kletterte um 18% auf 193 Mio. Euro, wobei sich die Umsätze mit mobilen Endgeräten und Smartphones mehr als verdreifachten. Gleichzeitig sank das bereinigte operative Ergebnis (OIBDA) um 3% auf 139 Mio. Euro. Die Umsatzrentabilität verbesserte sich leicht auf 18,7%.
Ansonsten zeigte sich QVC Deutschland mit der Entwicklung zufrieden: 2012 wurden viele weiche Ziele erreicht wie u.a. der Relaunch des Webshops, Start eines dritten Senders für Beauty, zusätzliche interaktive TV-Angebote, die Einführung von QVC Plus HD oder der Launch einer interaktiven Android-App. Dennoch muss QVC darum kämpfen, nicht weggezappt zu werden und sich der ungleich größeren Konkurrenz im Netz zu stellen. Deshalb soll der Fokus der Investitionen in 2013 auf dem weiteren Ausbau der Programmvielfalt mit neuartigen Themenshows liegen. „QVC wird frischer, abwechslungsreicher und multimedialer“, so Flatten. „Wir werden uns noch besser auf neue Vertriebskanäle im TV, Internet und auf mobilen Absatzwegen einstellen und diese konsequent ausbauen.“






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