Der Mailänder Luxuskonzern gab die genauen Zahlen für das erste Halbjahr bekannt und die bescheinigen dem Modehaus neben modischem Gespür auch kaufmännisches Geschick. Mehr als 100 Mio. Euro Gewinn bleiben bei knapp 937 Mio. Euro Umsatz hängen.

Prada Group: 41% mehr Umsatz durch eigene Läden

Die Prada-Gruppe hat das erste Halbjahr (Stichtag: 31. Juli) mit einem konsolidierten Gesamtumsatz von 936,5 Mio. Euro abgeschlossen. Das ist ein Plus von 29,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungskursbereinigt lag das Plus bei 24,6%. Der Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) stieg auf 225,2 Mio. Euro und hat sich somit zur Vorjahresperiode verdoppelt. (Der Konzern, der keine Vergleichszahlen nennen wollte, erzielte im letzten Geschäftsjahr insgesamt ein EBITDA von 370 Mio. Euro). Der Nettogewinn belief sich auf 103 Mio. Euro.

Alle Segmente entwickelten sich sehr dynamisch. Der Absatz in den eigenen Boutiquen konnte vor allem durch zahlreiche Neueröffnungen in Asien um 41% gesteigert werden – flächen- und währungskursbereinigt lag das Plus dennoch respektabel bei 22%. Die Umsätze in den USA stiegen um 29,9%, in Asien um 47% und in Europa um 18,7%.

Für die Zukunft bedeutet das positive Halbjahresergebnis, dass der operative Gewinn in diesem Geschäftsjahr deutlich besser ausfallen wird, als ursprünglich anvisiert. Damit hat die Prada SpA die perfekte Grundlage gelegt, um den anvisierten Börsengang durch eine ordentliche Erfolgs- und Wachstumsstory zu erleichtern. CEO Patrizio Bertelli verkündete, dass die Wachstumsstrategie der Prada Group auch in den kommenden Jahren durch den Ausbau eines eigenen Vertriebsnetzes in allen Märkten weiter gestärkt werde. Aufgrund der verbesserten operativen Marge besitzt der Konzern das notwendige Kapital, um den „gesamten finanziellen Bedarf” für die Expansion zu tragen.

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