Von Flaute keine Spur: Das Mailänder Modehaus trotz der Luxuskrise und verbuchte im ersten Halbjahr 2012 ein sattes Umsatzplus von mehr als 36 Prozent. Der Nettogewinn klettert auf über 286 Mio. Euro.

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Die eigenen Geschäfte boomen: Prada legt beim Umsatz um über ein Drittel zu

Die Prada SpA scheint sich vom Negativtrend der Luxusbranche abzukoppeln. Anders als der britische Konkurrent Burberry verlangsamte die Prada SpA ihr Wachstum keineswegs und CEO Patrizio Betrelli zeigte sich sehr erfreut über die „extrem zufriedenstellenden Ergebnisse“. Der Markt honoriere Pradas standhaftes Stil-Commitment und Hingabe für Qualität.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 (Stichtag: 31. Juli) verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum von über 36% (währungsbereinigt um 28%) auf 1,134 Mrd. Euro. Wachstumstreiber war erneut das Retailgeschäft, das im genannten Zeitraum um 47% (währungsbereinigt um 37%) zulegte und mittlerweile knapp 81% des Gesamtumsatzes ausmacht. Im ersten Halbjahr eröffneten 28 neue Stores, so dass der Konzern weltweit 414 in Eigenregie geführte Stores (davon 263 Prada, 102 Miu Miu, 43 Church’s und 6  Car Shoes Standorte) betrieb. Flächenbereinigt wurde ein Plus von 19% erreicht. Im Wholesale-Geschäft gab es immerhin ein Plus von 4% auf 294,7 Mio. Euro. Das Lizenzgeschäft legte um 34% zu, was auf den Launch des LG Telefon zurückzuführen ist. Regional betrachtet, blieb der Run auf Prada Artikel in Asien ungebrochen. Hier gab es ein Umsatzwachstum von 44% (währungsbereinigt um 31%), in Europa konnte dank des shoppingwilliger Touristen ein Plus von 31% erreicht werden. Kassenschlager blieben Lederwaren und Taschen, die um 52% zulegten und nun mehr als 62% des Gesamtumsatzes stellen. Kleidung und Schuhe legten um 17% bzw. 14% zu.

Erfreulich auch die Zahlen unterm Strich: Das EBITDA belief sich auf 469,5 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 49% entspricht. Das EBIT verbesserte sich um 55% auf 394,9 Mio. Euro und das Nettoeinkommen um 59% auf 286,4 Mio. Euro.

Bertelli zeigt sich von der Krise in der Luxusbranche relativ unbeeindruckt. Man sei sich der negativen Marktentwicklung bewusst, vertraue aber weiter auf die Markenstärke und die eigenen Fähigkeit, die gesteckten Ziele zu erreichen.