2012 war ein erneutes Rekordjahr für den Mailänder Luxuskonzern. Das eigene Retailgeschäft pushte den Umsatz an die 3,3 Mrd. Euro-Marke. Der Nettogewinn verbesserte sich um 45 Prozent auf 626 Mio. Euro.

In Asien (ohne Japan) betreibt die Prada Group mittlerweile 130 Stores – fast genauso viele wie in Europa (137)

Noch Luft nach oben: Miu Miu soll in Zukunft noch präsenter werden

Die Geschäfte der Prada SpA laufen so gut wie nie: Die Nettoumsatzerlöse legten um 29% (währungsbereinigt +23%) auf 3,256 Mrd. Euro zu. Dabei erwies sich das eigene Retail-Geschäft als Umsatztreiber: Mit eigenen Läden konnte die Gruppe um 36% auf 2,664 Mrd. Euro wachsen. Insgesamt 73 Netto-Neueröffnungen und ein flächenbereinigtes Plus von 14% machten den Kanal zu wichtigsten Umsatzbringer. Mittlerweile setzt Prada über 82% des Gesamtumsatzes mit mittlerweile 461 in Eigenregie geführten Läden um. Das Wholesale-Geschäft dagegen verlief mit einem Plus von 6% (währungsbereinigt +3%) auf 559 Mio. Euro insgesamt zwar robust, aber im Vergleich eher schleppend.

Im Markenportfolio behielt Prada die Nase vorn: Die Kernmarke legte um 33% auf 2,65 Mrd. Euro zu und trägt 81% zum Gesamtumsatz bei. Danach folgt Miu Miu, deren Erlöse um 16% auf 513 Mio. Euro kletterten. Church’s und Car Shoes verbuchten mit 16% bzw. 15% zwar ebenfalls ein schönes Plus, machten zusammen mit 76 Mio. Euro aber nur rund 3% des Gesamtumsatzes aus. Regional betrachtet konnte die Gruppe überall zulegen. Europa und Italien bleiben mit 740 Mio. Euro (+37%)  bzw. 528 Mio. Euro (+19%) zwar weiterhin wichtige Märkte, das große Geschäft wird aber weiterhin in Asien, insbesondere in China gemacht. Dort verbuchte die Gruppe Umsätze von 1,16 Mrd. Euro (+33%). Auch Amerika erwies sich mit einem Plus von 23% auf 484 Mio. Euro als wachstumsstarke Region.

Auch unterm Strich verbuchte Prada glänzende Zahlen: Das EBITDA kletterte um 32% auf 1,052 Mrd. Euro, das EBIT verbesserte sich von 629 Mio. Euro auf 890 Mio. Euro (+27%). Das Nettoeinkommen verbesserte sich sogar um 45% auf 626 Mio. Euro – ein besseres Jahresergebnis hat es in der gesamten Prada-Geschichte noch nie gegeben. CEO Patrizio Bertelli ist davon überzeugt, den Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann – mit weiteren Investitionen in die Marke und das Store-Netzwerk. Da gibt es noch Potential nach oben, bspw. ist Miu Miu in vielen Märkten noch unterrepräsentiert.