s.Oliver wächst kräftig
Gut gelaufen! Der Rottendorfer Modekonzern kann in das Krisen-Gejammer deutscher Modehändler nicht einstimmen. Das Unternehmen steigert seinen Gesamtmarkenumsatz, inklusive Lizenzen, um mehr als 5,2 Prozent auf 1,621 Mrd. Euro.
Die s.Oliver Group hat ihren Umsatz in 2013 erneut steigern können, was nicht zuletzt auf neue Filialen und mehr Flächenpartnerschaften zurückgeführt werden konnte. Insgesamt kletterte der Handelsumsatz um 6,8% auf 1,351 Mrd. Euro. Dabei erzielte s.Oliver im Retail-Segment ein Umsatzplus von 5,1% auf 530 Mio. Euro und wuchs mit neuen Filialen in Österreich, Kroatien, Indien, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien und der Schweiz. Insgesamt betreibt das Unternehmen 279 Stores in Eigenregie. Auch das Franchise- und Wholesale-Geschäft legte mit 51 Eröffnungen deutlich zu. Mit 821 Mio. Euro (+7,9%) stehen die Großhandelsaktivitäten für rund 60% des Umsatzes. Weltweit wird s.Oliver bei 402 Partner-Stores, in 3.047 Shops und auf 3.876 Flächen vertrieben.
Der Exportanteil blieb mit 25,06% weiter stabil, wobei das internationale Geschäft „sehr positiv“ verlief. In Deutschland wurde 1,0 Mrd. Euro (+7,4%) erzielt, in der EU rund 261 Mio. Euro (+7,1%) und im übrigen Ausland knapp 78 Mio. Euro (-1,5%, was auf einige Store-Schließungen in Indien zurückzuführen ist). Dagegen lief es in Russland und Osteuropa mit Zuwächsen von mehr als 50% im Wholesale ausgesprochen gut. Mit der Eröffnung von drei Showrooms in Vancouver, Toronto und Montreal wurde der Markteintritt nach Kanada initiert. In diesem Jahr soll über eine neue Master-Franchise-Kooperation der Mittlere Osten erobert werden.
Für das laufende Jahr ist CEO Reiner Pichler ist sehr optimistisch gestimmt: „Für 2014 sind wir, wie der gesamte Modehandel, optimistisch gestimmt. Aufgrund der anhaltenden Kauflaune, sowie der historisch niedrigen Sparneigung der Verbraucher, gehen wir von einer weiteren signifikanten Umsatzsteigerung aus. Die Investitionen in die Begehrlichkeit der Marke s.Oliver einhergehend mit der weiteren Internationalisierung und dem Ausbau des Filialportfolios in Deutschland und international werden sich nachhaltig bezahlt machen.“ Wachstumsimpulse erhofft sich das Unternehmen auch durch einen neue Omnichannel-Initiative, deren Roll-out momentan läuft: Eine Tablet-gestützte Kundenberatung, die mit Click & Collect in die Wunschfiliale liefert soll „das Online-Business stärker mit dem Einzelhandel“ vernetzen“.
Foto: s.Oliver








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