Tom Tailor in der „Phase der Fokussierung“
Nach dem mauen Umsatzplus und dem deutlichen Gewinneinbruch im letzten Jahr setzt der Hamburger Modekonzern alles daran, sich an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen. Schnelle Erfolge wird es aber nicht geben.
Tom Tailor stehen harte Zeiten bevor: Zwei Restrukturierungsprogramme sollen Effizienz und Attraktivität der Marken erhöhen
Heute bestätigte die Tom Tailor Holding AG ihre im Februar vorläufig bekannt gegebenen Geschäftszahlen für das Jahr 2015. Die Umsätze stiegen um 2,5% auf 956 Mio. Euro, das EBITDA brach um 28% auf 68 Mio. Euro ein und am Ende blieb ein magerer Jahresüberschuss von gerade einmal 100.000 Euro. Ebenfalls bekräftigte Tom Tailor die im Februar abgesegneten Maßnahmenprogramme „Core“ und „Pole Position“, mit denen Kosten gesenkt und die weitere Vertikalisierung der Marken vorangetrieben werden sollte. „Nach Jahren starken Wachstums befindet sich die Tom Tailor Group nun in einer Phase der Fokussierung. Daher haben wir bereits 2015 begonnen, auf die Veränderungen zu reagieren und werden die eingeleiteten Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen. Wir gehen fest davon aus, dass dies unsere Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessert“, sagte CEO Dieter Holzer.
Neben der Steigerung der Flächenproduktivität und Reduzierung der Personal- und Sachkosten wird das Filialnetz überprüft. Die Flächenexpansion soll mit reduziertem Tempo weitergeführt werden. 80 bis 100 Filialen sollen in 2016 geschlossen, rund 30 Stores neu eröffnet werden. Ein schnelles Ergebnis der Maßnahmen wird sich bilanziell erst nach einer Weile einstellen: Holzer erwartet, dass der Jahresumsatz trotz des verringerten Expansionstempos „moderat gesteigert“ werden kann. Auf Ergebnisseite sollen bis Ende 2016 „erste positive Effekte“ aus den beiden Programmen wirksam werden. Bis Ende 2018 sollen sie dann voll zur Geltung kommen. Entsprechend soll sich das bereinigte EBITDA in 2016 auf Vorjahresniveau bewegen.
Foto: Tom Tailor







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