Die Modekette aus Haibach bei Aschaffenburg konnte ihre Erlöse im Geschäftsjahr 2015 um knapp 6 Prozent steigern. Das operative Ergebnis brach zwar massiv ein, lag aber oberhalb der Prognose.

Adler-CEO Lothar Schäfer: Vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfelds ein respektables Ergebnis erzielt

Adler-CEO Lothar Schäfer: Vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfelds ein respektables Ergebnis erzielt

Die Adler Modemärkte AG hat in 2015 ihre Umsätze um 5,8% auf 566,1 Mio. Euro steigern können. Grund für den Zuwachs waren die übernommenen Läden von Kressner (Adler Orange) und hefa Moden, wobei gleichzeitig fünf unrentable Märkte geschlossen wurden. Flächenbereinigt schabte das Unternehmen mit -0,3% knapp an einem Pari vorbei. Der Durchschnittsbon konnte um 4% gesteigert werden.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 41,5 Mio. Euro auf 33,3 Mio. Euro, und lag damit knapp über dem im Dezember prognostizierten Zielkorridor. Der Konzernüberschuss brach um fast die Hälfte, von 14,1 Mio. auf 7,9 Mio. Euro ein. Der Rückgang begründete Adler-CEO Lothar Schäfer mit dem ungewöhnlich milden Winter, der stärkere Rabattaktionen erforderte als üblich, sowie Einmalkosten für die Integration der übernommenen Kressner- und hefa-Filialen.

„Unsere strategische Ausrichtung auf die Zielgruppe der über 45-Jährigen birgt weiteres Wachstumspotenzial. Wir sind zuversichtlich, 2016 Umsatz und Ergebnis zu verbessern“, so Schäfer in der Pressemeldung. Für 2016 erwartet er ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA soll trotz erneut steigender Personalkosten aufgrund des Wegfalls der genannten Integrationskosten und niedrigerer Marketingausgaben im Verhältnis zum Umsatz überproportional um einen Wert im oberen einstelligen Prozentbereich zulegen.

Foto: Adler Modemärkte