Adler baut Filialnetz mit Kressner-Häusern aus
Großer Weihnachtseinkauf: Der Haibacher Textilhändler hat kurz vor Jahresschluss auf einen Schlag neun neue Modemärkte akquiriert. Der Deal kommt den Unterfranken in ihrer Expansionsstrategie gut zupass.
Orange wird bald pink: Kressner wird auf Adler umgeflaggt
Die Adler Modemärkte AG hat alle Anteile an der Kressner GmbH & Co. KG sowie der Komplementärin Kressner GmbH von der REWE Beteiligungs-Holding und der Familie Sanktjohanser übernommen. Die neun Kressner-Modemärkte (u.a. in Wetzlar,Kreuzal, Gotha, Wirges und Bischofswerda) sollen Anfang des neuen Jahres – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts – Anfang 2015 übergeben und in das aktuell 170 Standorte umfassende Adler-Filialnetzwerk integriert werden. Der Umbau der Filialen, die alle rund 2.000 Quadratmeter groß sind, soll weniger kosten als die Eröffnung neuer Märkte. Das Sortiment soll sukzessive nach dem nächsten Saisonstart dem Adler-Sortiment angeglichen werden. Auch das Click & Collect-Verfahren soll eingeführt werden. Vorgesehen ist, dass der Standort in Kredenbach (NRW) zum Ende des Jahres 2015 geschlossen wird.
Passt perfekt
Für Adler ist die Übernahme der Kressner-Märkte ein Glücksfall, denn sie befinden sich alle (bis auf der Markt in Wetzlar) an sog. ‚White Spot Areas’, also Regionen, wo bislang kein anderer Adler-Markt steht: „Die Kressner-Standorte sind für uns so attraktiv, dass wir dort auch ohne die Übernahme eigene Märkte eröffnet hätten“, sagt Adler-Expansionsmanager Alexander Pommer. Auch sonst passt die Kressner-Übernahme „hervorragend“ zu den Expansionsplänen, nicht zuletzt deshalb, weil die Kressner-Märkte rund 70% mit der „KressnerFREUNDE-Kundenkarte umsetzt. Rund 100.000 Kunden nutzen die Karte, was laut Adler-Vorstandschef Lothar Schäfer ein „enormes Potential“ darstellt.
Darüber hinaus wird damit gerechnet, dass sich die Übernahme bald rechnen könnte. Adler übernimmt die Alt-Mietverträge, die günstigere Konditionen aufweisen als aktuell marktüblich. Dadurch kann schnell eine höhere Profitabilität erreicht werden. Aufgrund der Nähe zu Rewe-Supermärkten ist die Frequenz höher als an anderen Standorten, was die Chance auf Neukunden erhöht. Adler rechnet damit, dass die Kressner-Märkte ab 2016 einen positiven EBITDA-Beitrag leisten und spätestens 2018 den Break-Even erreichen.
Adler plant bereits weitere Eröffnung in 2015: Für das erste Quartal sind bereits zwei Eröffnungen geplant. Eine davon ist die Umflaggung eines bislang inhabergeführten Modegeschäfts in Mömlingen.







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