... und bringt damit eine ganze Branche zum Zittern: Das Retail-Geschäft des britischen Branchen-Primus stagniert im zweiten Quartal. Die Tendenz zeigt nach unten und die Börsenkurse von Luxus-Unternehmen brechen ein.

Die Einzelhandelsumsätze von Burberry stagnieren

Die Burberry Group plc geht in die Offensive und hat am Dienstag wenig rosige Retail-Umsatzzahlen veröffentlicht. Statt zweistelliger Zuwachsraten verbucht der erfolgsverwöhnte britische Luxus-Modeanbieter im eigenen Retail-Geschäft im zweiten Quartal (zehn Wochen vor dem 8. September) lediglich ein Wachstum von 6%. Dieses Wachstum resultiert dabei allein aus neuen Filialen. Flächenbereinigt stagnieren die Umsätze, und waren in den letzten Wochen sogar rückläufig, teilte das Londoner Unternehmen mit.

Weiter teilte Burberry mit, dass der bereinigte Vorsteuergewinn im Gesamtjahr wahrscheinlich am „unteren Ende der Markterwartungen“ liegen wird. „Wie wir im Juli angekündigt haben, wird das wirtschaftliche Umfeld schwieriger. Deshalb sanken die Retail-Umsätze im zweiten Quartal verglichen mit den Rekordvorgaben des Vorjahres. Vor diesem Hintergrund, werden wir die Kosten noch stärker kontrollieren und Maßnahmen ergreifen, um die kurzfristige Profitabilität sicherzustellen, während wir unsere Kernstrategie weiterverfolgen“, kommentiert CEO Angela Ahrendts.

Nach dieser Meldung stürzte nicht nur den Burberry-Kurs um rund 18%. Die Papiere anderer Luxus-Konzerne wie PPR, LVMH, Ralph Lauren, Hugo Boss oder Tiffany & Co. gaben ebenfalls stark nach. Prada dagegen konnte sich ganz gut halten. Die ganze Luxus-Branche, die sich in den wirtschaftlich unsicheren Zeiten vom Negativtrend abgekoppelt hatte, gerät nun ins Wanken. Der Wachstumstreiber China entwickelt nicht mehr die erwünschte Zugkraft, die südeuropäischen Länder hadern mit sich und dem Euro und auch die USA ist immer noch dabei die Rezession zu verdauen.