Der französische Luxuskonzern kann im abgelaufenen Jahr bei Umsatz und Gewinn ein deutliches Plus verbuchen. Dabei spielen die Luxusmarken und vor allem die deutsche Sporttochter Puma eine immer wichtigere Rolle.

Der französische Luxus- und Handelskonzern PPR hat im abgelaufenen Jahr vom anhaltenden Run auf Luxusgüter profitiert. Der Umsatz legte um 7,5% auf 14,605 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis lag mit 1,53 Mrd. Euro über 23% über dem Vorjahr. Insbesondere in den Schwellenländern konnte der Konzern mit seinen Luxusmarken aus der Gucci Group (bspw. Gucci, Yves Saint Laurent, Stella McCartney) zulegen. Insgesamt verbuchte die Gucci Group mit einen Umsatz von 4,01 Mrd. Euro rund 18,3% mehr als im Vorjahr. Auch die deutsche Tochter Puma, an der PPR rund 70 Prozent hält und die ihre Zahlen bereits am Dienstag bekannt gegeben hatte, legte zweistellig zu (+10,6%) und bringt in 2010 über 2,7 Mrd. Euro in den Konzernverbund mit ein.

Rund die Hälfte des Umsatzes steuerten die Einzelhandelsaktivitäten der Elektronikkette Fnac und dem Versandhändler Redcats bei. Da sie weit weniger stark wachsen und eine deutlich geringere Gewinnmarge haben, plant PPR-Chef François-Henri Pinault sie über kurz oder lang abstoßen, um sich nur noch auf das Luxus-, Sport- und Lifestyle-Geschäft zu konzentrieren. Erster Schritt dahingehend, war der Verkauf der Möbelkette Conforma, von dessen Verkauf weitere Marken für das Sport-Lifestyle-Portfolio gekauft werden sollen. Einen Kauf der Outdoor-Marke Jack Wolfskin hatte Puma-Chef Zeitz allerdings Anfang der Woche abgelehnt.

Für 2011 erwartet PPR sowohl beim Umsatz als auch Gewinn eine weitere Verbesserung des Ergebnisses.