Er ist dann mal weg: Der Chefkontrolleur des Herzogenauracher Sportkonzerns will seinen Posten lieber jemanden aus dem PPR-Vorstand überlassen. Er will sich dagegen intensiver für die Rettung des Planeten einsetzen. Gleichzeitig forderte Zeitz seinen Nachfolger Franz Koch auf, bei Puma endlich das Ruder rumzureißen.

 

Jochen Zeitz will sich als Chefkontrolleur bei Puma verabschieden

 

Jochen Zeitz will sich demächst von der Spitze des Verwaltungsrates der Puma SE verabschieden, das kündigte er gegenüber dem Manager Magazin an. Er will seine Aufgabe an einen Vertreter des Hauptaktionärs (PPR) übergeben, „der auch für das Geschäft operativ verantwortlich ist“. Voraussichtlich handelt es sich dabei um den PPR-Vize-Chef François Palus. Wann genau der Stabswechsel erfolgen soll, steht aber noch nicht fest.

Zeitz will sich zukünftig weiter auf den Bereich Nachhaltigkeit konzentrieren. Nachdem Marie-Claire Daveu ihn als Chief Sustainability Officer beerbt hat, wird er ab Oktober Leiter des Nachhaltigkeitskomitees im PPR Aufsichtsrat. Darüber hinaus will er zusammen mit Wirtschaftsgrößen wie Richard Branson „Projekte und Initiativen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte unseres Wirtschaftssystems miteinander in Einklang bringen“ ins Leben rufen, um unseren Planeten zu erhalten.

Gleichzeitig klopfte Zeitz  seinem Nachfolger Franz Koch auf die Finger. Mit der momentanen Geschäftslage von Puma könne man sich nicht zufriedengeben. Er, Koch und PPR-Chef François-Henri Pinault seien sich darin einig, dass gehandelt werden muss, um Umsatz und Ergebnis zu verbessern. Koch hat bereits vor einigen Wochen ein Umbauprogramm angekündigt, bei dem auch Stellen gestrichen und Produktlinien gekürzt werden sollen. Darüber hinaus soll der Markenauftritt „klarer und frischer“ werden, um neue, jünger Zielgruppen anzusprechen. 2013 sollen die ersten Ergebnisse sichtbar werden.

Foto: Puma