Puma setzt zum Sprung an
Der kleine Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach erwirtschaftet einen Rekordumsatz und kann den Gewinn in 2010 mehr als verdoppeln. An dem Plan bis 2015 vier Milliarden Euro zu erlösen, wird festgehalten.
Puma verbucht trotz eines langsamen Starts ein deutliches Umsatzplus
Die Puma AG Rudolf Dassler Sport kann trotz weniger Erfolg bei der Fussball-WM und einigen Startschwierigkeiten eine beachtenswerte Jahresbilanz ziehen. Der Umsatz klettert in 2010 auf Euro-Basis um 10,6% auf mehr als 2,707 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus noch bei 3,6%. Im Segment Schuhe erhöhten sich die Umsätze währungsbereinigt um 1,1% auf 1.424,8 Mio. Euro, also rund 54% am Konzernumsatz. Der Umsatzanteil von Textilien stieg leicht auf von 34,6 auf 34,8%. Im Segment Accessoires erhöhten sich die Umsätze durch die Übernahme von Cobra Golf um 14,9% auf € 340,3 Mio. Euro.
Der Betrugsfall im Zusammenhang mit dem griechischen Joint Venture kostete den Konzern rund 31 Mio. Euro und führte dazu, dass Puma das ohnehin schlechte Ergebnis in 2009, nachträglich noch einmal nach unten korrigierte. Mit weiteren Belastungen rechnet man jetzt aber nicht mehr. Insgesamt verbesserte sich das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 12,7% auf 337,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich mit 301,5 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Nach Steuern kletterte der Gewinn um 154% auf 202,2 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge sank zwar um einen Punkt auf 49,7%, stellt aber immer noch einen Spitzenwert in der Branche dar.
Für 2011 ist (Noch)-Puma-Chef Jochen Zeitz optimistisch. Auch ohne sportliche Großereignisse erwartet der Branchendritte ein Umsatzplus im „mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich“. Weiter sagte Zeitz: „Wir freuen uns, dass sich unsere Umsatzerwartungen weiterhin bestätigen und Puma ein gesundes Wachstum aufweist. Wir sind gut gerüstet, um unser Markenpotenzial mit Hilfe unseres Fünf-Jahres-Wachstumsplans voll auszuschöpfen. Es ist unser Ziel, unsere bestehenden Produktkategorien und strategischen Schlüsselmärkte weiter auszubauen, in die Bereiche Marketing und Produktentwicklung konsequent zu investieren und damit unsere weltweiten Umsätze weiter zu steigern.“ Aufgrund steigender Beschaffungskosten bei den Rohstoffen und Investitionen in die Marke und weiterer Prozessoptimierungen wird mit einem Anstieg der operativen Aufwendungen gerechnet. Der Konzerngewinn soll einstellig steigen. Bis 2015 sollen die Umsätze dann die 4-Mrd.-Euro-Marke überspringen.







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